PING - Die Apple Offensive im Bereich Social Media Networks
Das neue Netzwerk von Apple – PING
Zu den Top Ten der Social Media Plattformen gehören Facebook (571 Mio User), My Space (98 Mio User), Twitter (95 Mio User), Youtube oder Xing, etc. Doch die Konkurrenz ist groß und Unternehmen mit neuen kreativen Ideen drängen auf den Markt. Auch der Apple Konzern geht mit PING neue Wege im Social Media Bereich und will seine 160 Mio User bei iTunes miteinander vernetzen. Das wird den Social Media Networks, die sich mit den Themen Musik und Unterhaltung beschäftigen, wie last.fm, mog oder spotify weniger gefallen. Aber auch für MySpace stellt Apple mit seinem neuen Netzwerk PING eine potentielle Konkurrenz dar. MySpace, das schon von Facebook als größtes Netzwerk abgelöst worden ist, könnte nun den zweiten Rückschlag erhalten. MySpace verfolgte zuletzt die Strategie, sich als Netzwerk für Musik und Unterhaltung zu etablieren uund kooperiert mit Google, indem es die Suchmaschine in das Netzwerk integriert hat.
Riesiges Potential von 160 Millionen iTunes Usern
"Ich denke, dass wir sehr schnell bekannt werden können, da 160 Millionen Menschen in 23 Ländern von heute auf morgen Ping einschalten können", (Steve Jobs, Apple Chef). Ping heißt die neue Idee von Apple und ist als Social Network angedacht, in dem sich die iTunes User miteinander vernetzen können. Das soziale Netzwerk von Apple PING ist geschickt in den Apple Store iTunes integriert, der neben Musik auch Bücher und Spiele im Angebot hat. Apple ist mit seinem Onlineshop iTunes inzwischen der weltgrößte Musikhändler. Das Potential von Ping ist enorm, denn die bestehenden 160 Mio iTunes User brauchen nur die neue iTunes 10 Software downloaden und können sich in wenigen Minuten untereinander vernetzen. Dank Ping können die iTunes User nun Konzerttouren und Neuigkeiten ihrer Lieblingsmusiker bequem verfolgen. Außerdem sehen die User, welche Musik die eigenen Freunde herunterladen, welchen Musikern sie folgen und welche Konzerte sie besucht haben. Ping Mitglieder können ebenfalls Musik bewerten und ihren Freunden empfehlen. Ping ist vom Computer, Notebook sowie vom iPhone oder iPad nutzbar. Die iTunes-Welt wird aber auch zukünftig in sich geschlossenen sein, denn bisher ist keine Vernetzung von Ping mit Facebook, Twitter oder MySpace geplant.
Neue Features und Pläne von Facebook, Google und Sony
Aber auch die etablierten Social Media Plattformen sind aktiv und entwickeln neue Ideen. So öffnete sich vorkurzem MySpace dem Konkurrenten Facebook. Die Mitteilungen der MySpace User erscheinen auf Wunsch ab sofort in beiden Netzwerken, ähnlich wie bei Twitter, der diese Verknüpfungsmöglichkeit schon länger anbietet. Ein neuer Trend sind Online Spiele, die innerhalb eines sozialen Netzwerks gespielt werden und eignen sich um neue Mitglieder anzulocken. Facebook bietet seinen Usern solche Spielmöglichkeiten bereits an.
Das Unternehmen Google schmiedet neue Pläne im Bereich Social Media und das neue Netzwerk soll Google me heißen. Kürzlich hat Google den Spielhersteller Social Deck übernommen. Das ist die 3. Übernahme, nach Slide und Jambbol, beides Unternehmen im Spielsegment. Damit ist das Unternehmen im Online-Spielsegment gut gerüstet für eine Offensive gegen Facebook. Außerdem plant Google einen eigenen Musikdienst, um die Marktmacht nicht allein Apple mit iTunes zu überlassen. Googles Musikdienst könnte per Cloud-Computing realisiert werden. Dabei wäre ein iPod als Abspielgerät nicht mehr zwingend nötig, denn die Songs könnten von den Google Servern über das Internet auf ein internetfähiges Endgerät übertragen und auch abgespielt werden.
Auch Sony versucht in Zukunft mit seiner neuen Multimedia Plattform Qriocity gegen den Multimedia Shop iTunes von Apple anzutreten. Qriocity soll auf allen Sonygeräten nutzbar sein. Gegen einen Monatsbetrag können die User Videos, Spiele, Ebooks und Musiktitel streamen, statt wie bei iTunes herunterladen. Marc Zuckerberg, Chef von Facebook hat einen erneuten zukunftsweisenden Schritt unternommen und startet in den USA mit dem eigenen Ortungsdienst Place. Die User von Facebook können, wenn gewünscht, ihre Position veröffentlichen und auch verfolgen wo sich ihre Freunde gerade befinden.
Die Zukunft wird zeigen, wer schließlich die Gewinner im hart umkämpften Social Media Markt sein werden. Eines ist sicher, den potentiellen und aktuellen Usern werden immer neue spannende Features offeriert.
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