Armani - der Klassiker der Moderne

Der italienische Modedesigner Giorgio Armani hat es zweifellos geschafft, seinen Namen als Markenzeichen zu etablieren und der internationalen Modewelt seinen Stempel aufzudrücken. 1934 in Piacenza geboren, begann der junge Armani zunächst ein Medizinstudium. Später arbeitete er als Schaufenstergestalter und begann, sich für Mode zu interessieren. Schließlich wurde er Modeeinkäufer und Leiter einer Herrenmodeboutique im Mailänder Warenhaus "La Rinascente". Von 1961 bis 1970 arbeitete er unter Nino Cerruti und machte erste Erfahrungen mit dem Entwerfen von Mode. Bereits 1974 gründete Armani sein eigenes Modelabel, das zunächst nur Herrenkleidung präsentierte. Ein Jahr später folgte die erste Damenmode. Heute blickt der Italiener auf ein ganzes Mode-Imperium zurück. Jeder Star, der etwas auf sich hält, trägt Armani.

Dass der umtriebige Armani es 1982 als zweiter Modedesigner neben Dior bis auf den Titel des "Time Magazine" brachte, sagt alles! Mittlerweile gab es Duft und Babymode mit seinem Namen und er hatte als zweite Modelinine Emporio Armani etablieren können. Der unternationale Durchbruch kam mit der Ausstattung zahlreicher Hollywoodgrößen.

Furore machte besonders die Einkleidung des Titelstars Richard Gere für den Film "American Gigolo". Auch die Garderobe der Hauptdarsteller in dem Film "The Untouchables" war von Armani. Als prominente Models dienten in diesem Falle Kevin Costner und Sean Connery. Stars wie Tom Cruise oder Eric Clapton machten die elegante Mode des Italieners zum Hingucker. Der Armani-Stil gilt als zeitlos-klassisch und elegant. Den Kritikern ist er in Farbe und Schnitt zu eintönig. Die Erfindung der Farbe "Greige", einer Mischung aus Beige und Grau, steht für die Vorliebe dezenter Farbgebungen. Dass der italienischer Modedesigner nicht nur die Prominenz, sondern auch junge Leute oder das Flugpersonal einer italienischen Fluglinie einkleidete, machte ihn nicht nur bekannter, sonder auch reicher. Alles, was dieser Mann anfasste, schien Erfolg zu haben. Dass man ihn zu den größten Modemachern des 20. Jahrhunderts zählen muss, ist überhaupt keine Frage.

Die Zahl der Modemarken, die Giorgio Armani mittlerweile etablierte, ist eindrucksvoll groß und zeugt davon, dass kein Bekleidungsbereich ihm unwichtig erschien. Dazu addieren sich mit seinem Namen herausgebrachte Parfüms, Möbel, Uhren, Confiserie- oder Pflegeartikel. Den Namen Armani findet man mittlerweile in einem Buchverlag, einem Floristikunternehmen, einem Gastronomieanbieter oder bei einem Mailänder Sushi-Restaurant wieder. Viele Lizenznehmer bringen eben viel Geld! Wer das riesige Modeimperium einmal erben sollte, blieb lange noch unklar: Armani hatte keine direkten Nachkommen. Die klassischen Kernbereiche seiner modischen Betätigung sind Anzüge, Jeans, Hemden und Shirts. Letztere hat die Stilikone zu seinem eigenen Lieblings-Kleidungsstück auserkoren.

Der Extravaganz und Eleganz seiner eigenen Kreationen setzt der eigenwillige und detailversessene Italiener schlichte Jeans entgegen. Heute muss man nicht mehr auf Armani-Mode verzichten, wenn man nicht so gut betucht ist. Outletstores und Second-Hand-Läden bieten die Möglichkeit, günstige Designerkleidung zu kaufen. Man kann per Billigflieger zu den großen Modemessen fahren oder in Mailand shoppen gehen. Modeinteressierte aus aller Welt wissen, dass der Name Armani einen guten Ruf hat - ganz egal, was die Kritiker verkünden. Zeitlose Mode findet eben immer ihren Platz!

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