Art Aurea beleuchtet zehn Produkte des Jahrzehnts
Der Möbelhersteller Rolf Benz hat nach der Jahrtausendwende die Sitzgruppe „Dono“ hergstellt und damit sicherte er sich den Titel “Produkt des Jahrzehnts”. Dieses Modell ist sehr Flexibel als Rauminsel nutzbar und entspricht dem Trend zu offenem Wohnen. Für den Produktdesigner Jochen Schmiddem aus Berlin, war die Poolwanne „blue moon“ für Duravit die wichtigste Entwicklung. Eine Wanne die aus Holz mit weißem Acryl, Chrom und Innenbeleuchtung eine Weltneuheit darstellt, die auch als Outdoor-Pool genutzt werden kann. Damit wird einem die Möglichkeit geboten, größtmöglichen Badespaß auf kleinstem Raum zu haben, sagt Schmiddem und ergänzt: „Der Kunde von heute kauft nicht mehr nur ein Produkt, sondern eine Geschichte.“
Die Leuchten von Tobias Grau wirken wie eine Rauminstallation der Bildenden Kunst. Grau entwickelte für seine Leuchtenserie eine neuartige Entblendungstechnik, die sogenannte O.S.A.-Technologie (open structure antiglare). Damit wird man nicht mehr so geblendet und erzielt auch noch einen höheren Wirkungsgrad. Zum Thema Ökologie und Ökonomie erklärt Grau: „Die heute noch übliche Betrachtung einzelner Kriterien wie Stromverbrauch wird in Zukunft durch die Berechnung einer Gesamtenergie- oder Umweltbilanz ersetzt.“
Aus der Zeitschrift Art Aurea und ihren Beiträgen, wird herauskristalisiert, dass neue Produkte im neuen Jahrtausend Funktionalität und Langlebigkeit mit einer schlichten aber raffinierten Gestaltungsidee vereinen müssen. Ähnlich wie die mechanische Uhr „Ecco“ von Rainer Brand aus Heimbuchental, das Tischgestell „9,3“ des jungen Weimarer Designbüros „45 Kilo“ oder das Salatbesteck „Ginko“ der Besteckmanufaktur Carl Mertens, Solingen. Der Basisbegriff lautet Produktkultur.
Kurzlebige Effekteinkäufe und vor allem Prunk, das heißt demonstrativer Luxus, sind auf dem Rückzug. Diese Entwicklung wurde durch die Finanz- und Wirtschaftskrise beschleunigt.Dennoch sind die meisten Produkte alles andere als günstige Waren. Sie werden wie schon erwähnt, nachhaltig produziert und sollten ein Lebenlang halten. Das bedarf höhere Ansprüche.
Kleine Manufakturen und Ateliers werden von der Kunstzeitschrift vorgestellt. Sie fertigen Nischenprodukte von hoher Qualität in Technik und Design an. Damit stellen sie ein kulturrelevantes Gegenkonzept zu den internationalen Massenanbietern wie Ikea dar.
Manufakturen wie die Glashütte Eisch aus Frauenau oder der Küchenspezialist Willi Bruckbauer, Raubling bei Rosenheim, arbeiten mit Designern und Handwerkern zusammen und sichern in Deutschland und Europa wertvolle Arbeitsplätze. Oftmals bauen leidenschaftliche Gestalter ihr eigenes Unternehmen auf. Zum Beispiel der Ofenbauer Günter Matten aus Niederrossbach, Peter Schmitz, Hildesheim, Werkstatt für Metallgestaltung. Alle in dem Magazin Art Aurea vorgestellten Firmen vereint eine authentische Produkt- und Unternehmenskultur, die vom Chef über kreative Gestalter bis zu technisch und handwerklich versierten Mitarbeitern gelebt wird.
Art Aurea erscheint viermal jährlich und ist in Deutschland zum Preis von 14,00 € erhältlich, im gut sortierten Bahnhofs- und Flughafenbuchhandel. Die vertriebliche Betreuung liegt bei ONPRESS media, Berlin.
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