BMW - Bayrische Motorenwerke

Die Firma Bayrische Motorenwerke, kurz BMW, wurde im Jahre 1913 unter dem Namen Rapp AG gegründet. Ab 1918 hieß das Unternehmen BMW AG. Zunächst machte das Unternehmen sich mit dem Bau von Flugzeugmotoren einen Namen und bekam während des ersten Weltkrieges einen großen Auftrag für 2.000 Motoren von der Deutschen Heeresleitung. 1923 stellte BMW mit der R32 sein erstes Motorrad her.
BMW
BMW Welt und BMW Tower in München

1928 übernahm BMW die Fahrzeugfabrik Eisenach A.G. und produzierte fortan auch Automobile. Das erste Serienauto hier 3/15 PS oder auch DA 2 und wurde für die britischen Kleinwagenmodelle Austin Seven gefertigt. Das erste eigene und richtige BMW Automobil folgte im Jahre 1932 und trug den Namen AM1, für Automobilkonstruktion München Nr. 1. Während in den 30er Jahren kriegsbedingt wieder verstärkt Flugzeugmotoren gebaut wurden, entwickelten sich die ersten BMW Modelle zu beliebten Dauerbrennern und erlangten Beliebtheit und einen immer höheren Stellenwert bei BMW. Auch im Rennsport gelangten BMW Autos zu Ruhm und Ehre, was dem Unternehmen den Ruf einbrachte, besonders sportliche Fahrzeuge herzustellen.

Auch die Zahl der Angestellten stieg in den Kriegsjahren enorm: Von gut 8.000 1933 auf 180.000 im Jahre 1939! Die Flugzeugsparte wurde 1934 in die BMW Flugmotorenbau GmbH ausgegliedert und bescherte dem Konzern ausnehmend hohe Einnahmen.

Nach Kriegsende folgten Zerstörung, Demontage und Besetzung und auch die BMW Werke waren betroffen. Im Stammwerk in München wurden in den 50er Jahren das erste Nachkriegsmotorrad und das Nachkriegsautomobil2 auf den Markt gebracht: Der BMW 501 war ein echtes Luxusmodell mit geschwungener Karosserie und leistungsstarkem Motor. Zum Leidwesen des Unternehmens brachte der teure Wagen nichts als Verluste ein (-4.000DM pro verkauftem Wagen). Es stellte sich eine Finanzkrise ein, die auch der Kleinstwagen Isetta nicht abwenden konnte. Eine Übernahme durch die Daimler Benz AG drohte. Nur durch eine starke Widerstandsfront von Aktionären, Händlern, Betriebsräten und Kleinaktionären konnte das Übernahmeangebot im letzten Moment angefochten werden.

Durch den finanziellen Einstieg von Herbert Quandt gelangte BMW an die finanziellen Mittel, dem BMW Sortiment endlich das dringend notwendige Mittelklassemodell hinzuzufügen. Es sollte eine Limousine mit starker Motorleistung entwickelt werden und die Marktlücke des Konkurs gegangenen Borgward schließen. 1962 wurde der neue BMW 1500 vorgestellt, der dank der Versionen 1800, 2000 und großer Erfolge in Tourenwagenrennen zum großen Erfolg wurde. Im weiteren Verlauf der 60er Jahre folgten die Modelle 2500, 2800 und 3,0SI, sowie die Übernahme der Hans Glas Werke in Dingolfing. Im Jahre 1970 begann die Ära von Eberhard von Kuenheim als Vorstandsvorsitzendem. Unter seiner Führung stiegen Absatz, Mitarbeiterzahlen und Umsatz enorm und BMW machte sich zu einem Global Player: Es entstanden neue Werke in Deutschland, Österreich, USA und Südafrika. Ebenfalls in dieser Ära wurde das "Vierzylinder" bezogen, das Hauptverwaltungsgebäude von BMW in München. 1990 wurde das "Forschungs- und Innovationszentrum" (FIZ) der Firma gegründet.

Ebenfalls Anfang der 90er Jahre wollte BMW mit der Übernahme der britischen Rover Gruppe eine Sparte der Frontantriebsfahrzeuge erwerben. Die Übernahme der Rover Group (Mini, Land Rover, MG) erwies sich allerdings als krasse Fehlstrategie. Die Modelle stießen auf wenig gegenliebe, da sie im Design nicht ansprechend waren, das Image von Rover war praktisch nicht der Rede wert. Durch Rover entstand teilweise eine interne Konkurrenz mit BMW und erwirtschaftete hohe Verluste durch die Aufwertung des britischen Pfunds. Am Ende, im Jahre 2000, zog BMW die Notbremse und verkaufte Rover, mit Ausnahme des Mini, für den symbolischen Betrag von 10 Pfund an eine britische Investorengemeinschaft. Heute gehört Rover zur Ford Gruppe.

An Stelle von Rover ging eine anderen Sparte an BMW: Im Jahre 2003 kauften die Bayern Rolls Royce und fertigte in einem eigens dafür errichteten Werk die Luxuskarosse Phantom. Neben dem Phantom hat BMW die Oberklasse mit dem 7er BMW erschlossen, einer PS-starken Luxus Limousine mit allen erdenklichen Extras. Weitere Top-Modelle kommen aus der einst in Konkurrenz mit Rover stehenden X-Reihe, SUV Fahrzeuge für Gelände und Komfort. Auch Roadster gehören zum Angebot von BMW der aktuelle Z4 gehört zu den beliebtesten Modellen von BMW.

BMW ist außerdem Vorreiter auf dem gebiet der Wasserstofffahrzeuge. Im 2009 ließ BMW das Programm jedoch bis auf Weiteres auslaufen.

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