Bogner - aufregende Mode aus Deutschland

Manche Karrieren im Modebereich verlaufen unerwartet und beginnen ganz woanders. Willy Bogner ist eigentlich nur der Spitzname von Wilhelm Hermann Björn Bogner, der 1942 in München das Licht der Welt erblickte. Bekannt wurde er zunächst als einer der besten deutschen Skirennfahrer. Heute hat Bogner auch als erfolgreicher Filmemacher, Mode-Designer und Inhaber einer eigenen Bekleidungsfirma seine Visitenkarte abgegeben. Was der Mann macht, macht er gut!

 Nach dem seine Karriere als Skirennläufer beendet war, stand die Frage nach der zukünftigen beruflichen Ausrichtung im Raum. Es lag nahe, es mit Sportmode zu versuchen, zumal der Vater von Bogner in diesem Bereich bereits eingestiegen war. Bogner junior übernahm nach dessen Tod die Firma und führte sie zum Erfolg. Die Bekleidung deutscher Alpinski-Mannschaften oder der deutschen Skimannschaften, die bei Olympischen Winterspielen antreten, ist Ehrensache. Bogners zweites Interessengebiet ist die Filmemacherei.

Mode, Action und Skisport verbindet Bogner auf völlig neue Weise zu eigenen Spielfilmen. Den Start machte er aber gleich ganz groß: Als wagemutiger Kameramann und später als Aufnahmeleiter auf Skiern filmte er Stunts in mehreren James Bond Filmen. Doch auch im Leben eines Erfolgreichen gibt es Einschnitte! Bogners Lebenspartnerin, ebenfalls eine Skiläuferin, kam bei einem Lawinenunglück ums Leben. Bogner hatte sie in das Gebiet geführt und wurde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Knapp zehn Jahre später heiratete er Sonia Bogner, die zu seiner kongenialen Partnerin wurde. Die Verbindung wurde durch die Adoption zweier Kinder gekrönt. Der Sohn nahm sich allerdings in jungen Jahren das Leben.

Zu den exklusiven Modelinien gehören unter anderem Bogner Woman, Bogner Man sowie die Kollektion "Fire and Ice". Letztere setzte er in dem spektakulären Skifilm mit gleichem Titel effektvoll in Szene. Mit innovativen Materialen, überdurchschnittlich vielen funktionellen Qualitäten und dem Bogner-eigenen Stil konnte Bogner sich einen Platz am Modehimmel erobern. Dabei gefiel seine sportliche Mode nicht nur den sportlich Aktiven, sondern auch allen anderen. Bogner machte die Skibekleidung alltagstauglicher und die Alltagsbekleidung skitauglicher, könnte man zusammenfassend sagen. Doch er verstand es auch - vor allem durch seine Filme - Sportbekleidung als Lifestyle und Event zu inszenieren. Damit lag er genau richtig in einer medialen Welt, die erlebnishungrig auf Neues ist.

Wie man der Wikipedia entnehmen kann, hat die Kombination von "Fire and Ice" auch andere inspiriert. Bogner wurde seitens seiner Kritiker vorgeworfen, in seinem geichnamigen Film billige und werbewirksame Effekthascherei bei dürftiger Handlung eingesetzt zu haben, um seine Mode zu verkaufen. Die andere Sicht ist, dass nie zuvor ein Modemacher seine Kollektion aufregender präsentierte. Bogner ging es darum, möglichst spektakuläre Szenen zu zeigen, in denen Bekleidung spannend zur Geltung kam. Das Publikum nahm die feurig vorgetragene Inszenierung begeistert an und machte sie zum erfolgreichsten Sportfilm aller Zeiten. Darüber hinaus begeisterte die sportliche Modelinie durch Lässigkeit und modische Alltagstauglichkeit bei gleichzeitiger Funktionalität. Die mittlerweile 20 Jahre alte Kollektion "Fire and Ice" ist auch für andere Jahreszeiten geeignet! Schon in den frühen Neunzigern erweiterte man den Horizont mit Blick auf die Mountainbiker oder Beachvolleyballer.

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