Burberry - klein kariert zum Erfolg

Die britische Bekleidungsmarke Burberry ist eine international bekannte Bekleidungsmarke im oberen Preissegment. Zunächst hatte man unter dem Namen "Burberrys" firmiert. Die Firmengeschichte beginnt mit Thomas Burberry, der 1856 in Basingstoke sein erstes Textilgeschäft eröffnet hatte. Er führte 1880 einen von ihm erfundenen Gabardine-Stoff ein, der robust, wasserdicht und atmungsaktiv war. Er bestand aus Baumwolle und wurde in Köperbindung gewebt, bei der man das Garn vor dem Weben imprägniert. Das Verfahren wurde 1888 patentiert. Ein zweites Ladengeschäft, das 1891 am Haymarket in London eröffnet wurde, diente lange Jahre als Flaggschiff und Hauptverwaltung des Unternehmens. 1901 entstand das Firmenlogo: Ein Ritter in Turnierkleidung, der auf einem sich aufbäumenden Pferd dargestellt wird und eine Flagge mit der Aufschrift PRORSUM trägt. Damit sollte ein dezenter Verweis auf die Haltbarkeit und Qualität der Produkte eingebracht werden. 1920 eröffnete Burberry in Paris, 1915 exportierte man erstmalig auch nach Japan. Die Börsennotierung war nur logisch und erfolgte 1920.

Das berühmte Burberry Karomuster auf hellbraunem Grund, mit dem man die Marke heute verbindet, wurde 1924 erstmalig gesichtet. Am Anfang verwendet Burberry diesen Stoff nur als Mantel und Taschenfutter. Erst später entwickelte er sich zum Markenzeichen. Modische Glanzlichter setzte Burberry mit der Erfindung des Trenchcoats. Eigentlich wurde dieser Manteltyp für das englische Militär entworfen. Im Ersten Weltkrieg erfreute er sich als Offiziersbekleidung größter Beliebtheit. Burberry Jacken waren auch bei Antarktisexpeditionen von Scott, Shackleton und Amundsen im Gepäck. In England ist man stolz darauf, dass die Firma Burberry seit 1955 königlich britischer Hoflieferant von Elisabeth II. und dem Prince of Wales ist.

Das bis 1955 privat geführte Unternehmen Burberry wurde zwischenzeitlich von einem britischen Einzelhandelsunternehmen übernommen, dann wurden dessen Anteile aber wieder verkauft. Seit 1980 war die Expansion in die USA das vorrangige Thema. In Europa galt das Burberrykaro derweil als etwas antiquiert. So war es nur logisch, 1988 eine jugendliche Kollektion einzuführen. Zugleich begann man damit, die britische Traditionsmarke Burberry zum Ende der neunziger wieder als Luxusmarke zu etablieren.

Die Betrieb wurde auf Vordermann gebracht, man warf Ballast ab und konzentrierte sich neu auf das Wesentliche. Zum tragenden Erfolgsposten wurde die Idee, den karierten Futterstoff nach außen zu kehren und zum Modehit zu machen! Die Prominenz fuhr darauf ab und so gelang zur Jahrtausendwende eine Burberry Wiederauferstehung. 2008 nahm man auch die Anfertigung wieder in eigene Hände. Der neue Designer der Firma wurde mehrfach mit dem Titel "Designer des Jahres" geehrt und 2009 zum Chief Creative Officer des Unternehmens befördert.

Wie man zeitgleich den Anspruch der Exklusivität und die Bedienung des Massenmarktes unter einen Hut bringen kann, hat Burberry der Konkurrenz vorgemacht. Die Kultmarke Burberry konzentriert sich auf hochklassige Kollektionen für Damen und Herren. Sportliche Zweitlinien und Accessoires sind Bindeglieder zum klassischen Sortiment.

Die Firma hat weltweit 122 eigene Läden eröffnet, außerdem gibt es die doppelte Anzahl Shops-in-Shops und 50 Outletstores. 90 Geschäfte werden im Franchise-Betrieb geführt, der Online-Shop bedient 25 Länder. Die neue Zentrale des Unternehmens liegt heute im Horseferry House in London.

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