Ebel - Architekten der Zeit
Die selbsternannten “Architekten der Zeit” – wie auch noch heute der Werbeslogan lautet – praktizierten von Anfang die klassische Rollenverteilung. Die technische Entwicklung und Marktbeobachtungen unterlagen Eugène Blum und Alice Lévy (spätere Ehefrau von Eugène) stand für das zeitlos schöne Design, die anmutenden Formen und sämtliche ästhetische Faktoren der produzierten Ebel Uhren.
Das Unternehmen Ebel wächst und die Geschäfte laufen gut. Im Jahre 1932 wird die Firma von dem Sohn des Gründers übernommen und das Vertriebsnetz weiter ausgedehnt. Weltweit erringt die Uhrenmarke Ebel große Anerkennung und erfreut sich einer exorbitanten Beliebtheit.
In den 1970er Jahren wird das Unternehmen von einem Blum Enkel übernommen. Er forciert einen beträchtlichen Aufschwung der Firma und produziert nunmehr auch für fremde Uhren-Label (wie zum Beispiel Cartier). Nicht unerheblich für den durchschlagenden Erfolg ist die eingeführte Marketing-Strategie, bekannte Stars wie Claudia Schiffer und Boris Becker als Werbeträger öffentlich propagieren zu lassen. Heute ist es eine gängige Methode, Marken durch so genannte Testimonial-Kampagnen bekannter werden zu lassen. Damals jedoch war es relativ neu und bahnbrechend.
Hierzu passend haben die Architekten der Zeit historische Gebäude wie die von Le Corbusier erbaute „Villa Turca“ in der Gründungsstadt des Uhrenlabels Ebel gekauft und aufwendig eingeweiht. Es dient heute als Ebel PR-Zentrum. Weiters wurden diverse markeneigene Shops und Trendstores eröffnet, in denen nunmehr auch elegante und angesagte Accessoires (Brillen, Schmuck und Federhalter) von Ebel erworben werden können.
Das Uhrenlabel Ebel errang in kürzester Zeit Weltruhm mit seinen anmutigen und zarten Damenarmbanduhren. Für die Herren der Schöpfung sind die sportlichen Chronographen das ebenbürtige Gegenstück. Sehr beliebt sind u. a. die Modelle „1911 Chronograph“ und „1911 Lady“, „Discovery“, „Beluga“ und „E-Type“.
In den 2000er Jahren wird es still um Ebel. Eingefahrene Konzepte und traditionelle Muster der Unternehmensstruktur hemmen den Fortschritt und den Umsatz. Die Unternehmensleitung entwickelt eine neue Marketing-Strategie und beweist einmal mehr, dass Uhren der Marke Ebel irgendwie doch zeitlos sind. Mit dem Modell „1911 BTR“ (Back to the Roots) geht eine klassische Version in modernisierter Form an den Markt und feiert, wie auch die Modelle „Classic Hexagon“ (Serie 1911 Discovery) und „1911 Tektron“ ein wahres Comeback.
Die „1911 Tektron“ ist dabei noch die spektakulärste Markteinführung des Ebel Konzerns: In den Jahren 2007 und 2008 schließt das Uhrenlabel eine Kooperationen mit den etablierten Fußballvereinen FC Arsenal London und auch mit FC Bayern München. Das Agreement funktioniert und die neuen Sondereditionsuhren des Labels Ebel wecken Begehrlichkeiten bei Fußballfans und Uhrensammler gleichermaßen. Nicht zuletzt, weil die Sondermodelle avantgardistisch daher kommen und wirkliche Neufabrikationen in Design und Technik darstellen.
Mit diesen richtungweisenden Innovationen kann die Uhrenmanufaktur Ebel in eine entspannte Zukunft blicken und auch weiterhin den verdienten Titel „Architekten der Zeit“ tragen!
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