Was ist eigentlich ein Playboy?
Ein Playboy ist nach diesem Verständnis ein Lebemann, ohne Bedacht auf die Zukunft, oder was ihm der morgige Tag bringen mag. Er lebt für den Tag, oder besser gesagt für die Nacht, denn er ist was das Nachtleben angeht, ständig unterwegs um sich zu zeigen. Exzentrische Vergnügungen und kurzlebige Bekanntschaften mit Frauen wie mit Männern gehören ebenfalls zu diesem Lebensstil dazu und haben dazu geführt, dass das weltweit erfolgreichste Männermagazin, die erotische Zeitschrift „Der Playboy“, unter diesem Namen seit Jahrzehnten sein Geschäft macht.
Die Geschichte des Begriffs reicht bis an den Beginn des 19. Jahrhunderts zurück, als der Playboy als genusssuchender, wohlhabender Mensch gesehen wird. In den 1920er Jahren, im Wirtschaftswunder in den USA treten erste vergleichbare Formen von Männern auf, die als Lebemänner gelten und das Leben in vollen Zügen genießen - wozu auch der Genuss an Alkohol, Zigaretten, Drogen und Frauen gehörte - seine Blütezeit ist jedoch erst etwa ein Jahrhundert später zu Beginn bis Mitte des 20. Jahrhunderts zu verzeichnen. Nach dem Krieg war das Phänomen des Playboy unter anderem ein Ausdruck dafür, dass man begann wieder die fröhlichen Seiten des Lebens zu genießen und in den Tag hineinzuleben, wenn man es sich leisten konnte. In den 60er Jahren sorgten dann bekannte Playboys, wie Gunter Sachs, aufgrund ihres ungezügelten Lebens für Schlagzeilen. Sachs hatte sich selbst als „Homo ludens“ bezeichnet, was soviel heißt wie „der spielende Mensch“. Neben den sexuellen Konnotationen des Begriffs, ist ein weiterer Aspekt des Playboy sein Nichtstun. Zum Arbeiten fehlt im schlichtweg die Zeit, die er zum Ausgeben seines Geldes und seinen Freizeitvergnügungen braucht.
Des Weiteren umgibt er sich gerne und häufig mit Frauen, die sich wiederum gerne mit ihm sehen lassen. Diese Erscheinung führte aber auch zu heftigen Kontroversen im Anbetracht der frauenemanzipatorischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts. Der Playboy, zumindest in dieser extremen und öffentlichen Form, verschwand weitestgehend bis zum Ende des Jahrhunderts. Heutzutage assoziiert man mit dem Begriff noch einen jungen Mann, der ein ungebundenes Leben führt und häufig wechselnden Geschlechtsverkehr hat. Der finanzielle Aspekt ist ein wenig in den Hintergrund getreten und gibt dem sexuellen Aspekt den Vorrang. Im Zuge der sich lockernden Verhältnisse im Rahmen von sexuellen Beziehungen und Kontakte, mag der Playboy im 21. Jahrhundert wieder eine Wiederbelebung erfahren. Als heutiges Äquivalent wäre an einen Begriff wie „Weiber- oder Frauenheld“ zu denken.
Bekannt ist der Begriff Playboy durch das US-amerikanische Männermagazin, das auch mit seinen Lizenzprodukten in über 20 Ländern vor allem für erotische Fotografie bekannt ist und in seinen Ausgaben verschiedene Lifestyle-Themen behandelt.Herausgeber der amerikanischen Ausgabe ist das duch Hugh Hefner gegründete Unternehmen Playboy Enterprises, das mittlerweile von seiner Tochter Christie Hefner geleitet wird.
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