Wer oder was ist eigentlich ein Yettie?

Der Begriff Yettie stammt aus dem englischsprachigen Raum und setzt sich aus den Worten "young, entrepreneurial, tech-based, twenty-something" zusammen. Er beschreibt einen jungen, technikversierten Menschen, der sich durch seine gute Ausbildung einen guten Rang in der Wirtschaft errungen hat, obwohl er erst wenig älter als zwanzig Jahre ist. Er ist aufgrund seiner Entstehung gemeinsam mit dem Internet der Nachfolger des Yuppies der 1970er-Jahre, zeichnet sich aber durch individuelle Charaktereigenschaften aus.
Yettie

Der Yuppie beschrieb einen jungen Menschen mit guter Ausbildung, der sich in einer gutbezahlten Anstellung bei einem großen Unternehmen befand. Einige Jahrzehnte nach seiner Entstehung begann sich die technische Ausstattung internationaler Konzerne kontinuierlich weiterzuentwickeln, die IT-Sparte gewann immer mehr an Bedeutung. Ein Hang zur Technik war daher eine Eigenschaft, durch die gut ausgebildete Mittzwanziger auf der Arbeitssuche auf sich aufmerksam machen konnten.

Der Yettie ist ein Mensch, der sich seine Karriere hart erkämpft hat. Er hat nicht nur die gute Ausbildung auf seiner Seite, er bringt sich auch engagiert in seine Projekte ein und steht mit vollem Einsatz dahinter. Das ist gleichzeitig eine Führungsqualität, die ihm die Türen zu hohen Positionen offen hält. Eine solche berufliche Laufbahn ist dem Yettie sehr wichtig.

Während sein Vorgänger, der Yuppie, eher als arrogant galt und gern seinen Reichtum zeigte, hat sich das bei den Yetties gewandelt. Sie setzten stattdessen auf Understatement: Selbst, wenn sie es zu einigem Reichtum gebracht haben, demonstrieren sie das nach außen hin nicht übermäßig, sondern achten darauf, sich wie Durchschnittsbürger darzustellen. Das unscheinbare Äußere eines Yetties macht ihn zum bescheidenen Mitmenschen, was nur ein Bestandteil seiner ausgeprägten Fähigkeit zur Selbstvermarktung darstellt.

Der Yettie hat zwar großen Spaß an seiner Arbeit, dadurch bringt er sich allerdings auch mit großem Engagement in die Projekte seines Unternehmens ein und mutet sich Positionen zu, die ihn herausfordern. Nicht selten macht er sich im IT-Bereich sogar selbstständig und baut ein eigenes Unternehmen auf. Durch den Stress, den er sich aufbürdet, entsteht nicht selten ein psychisches Problem. Häufig haben Yetties mit dem Burnout-Syndrom zu kämpfen - er ist in ihren Kreisen weit verbreitet. Yetties zeichnen sich allerdings dadurch aus, dass sie die ärztliche Behandlung psychischer Probleme nicht als Grund sehen, eine Person gesellschaftlich abzuwerten. Stattdessen akzeptieren sie den Umstand - manche Individuen sehen es sogar als Statussymbol an, eine psychologische Behandlung erfolgreich durchlaufen zu haben.

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