Was ist eigentlich ein Yuppie?
Entstanden ist die Bezeichnung "Yuppie" in den 1980er Jahren. Es handelt sich dabei um ein Akronym der englischen Worte "young urban professional", den die betreffende Gruppe selbst nutzte. Damals beschrieb der Begriff einen jungen Großstadtmenschen, der eine gute Ausbildung hinter sich gebracht hatte und einen hochbezahlten, prestigereichen Job ausübte - nicht selten war er bereits in die Managementebene aufgestiegen und arbeitete vor allem bei den großen, international ausgerichteten Konzernen.
Entstanden war der Begriff in Großbritannien und den USA, wo es ein solches Bevölkerungsphänomen in der oberen Mittelschicht gab. Grund dafür war, dass die damalige Wirtschaft eine große Zahl erfolgreicher Geschäftsleute hervorbrachte. Durch den rasanten Aufstieg der IT-Branche hielt die Existenz der Yuppies bis in die 1990er Jahre hinein an und erlitt erst durch die Wirtschaftskrise des 21. Jahrhunderts einen massiven Rückschlag.
Der ursprüngliche Yuppie war ein Stereotyp. Er hatte durch seine Ausbildung und seinen beruflichen Erfolg großen finanziellen Spielraum, den er auch ausnutzte. Der Konsum war für ihn weniger ein Hobby, sondern sein Lebensinhalt - das rührte aber auch daher, dass er in der Großstadt lebte, wo er alles bekam, was er brauchte. Er hatte einen hohen Identitätsanspruch und konsumierte daher in einem Maß, der seinem Stand gebührte: Alkohol trank er nur in Maßen und vor allem bei gutem Essen, legte großen Wert auf teure Wohnungseinrichtung in einem Reich, das ihm alleine gehörte, und fuhr ein exklusives Auto. Wichtig war für ihn auch teure Kleidung - das kam in der Mitte der 1980er Jahren auf. Die einzige Ausnahme zu seiner ansonsten sittlichen Lebensweise bildete der exzessive Konsum von Kokain - dies hatte Cannabis als neue Partydroge abgelöst und erfreute sich unter Yuppies großer Beliebtheit.
Durch seinen Reichtum war der Yuppie eine arrogante Persönlichkeit geworden. Er wusste um seinen Status und trug dieses Bild auch nach außen. Gleichzeitig galt er als rücksichtsloser Alleingänger, da er beispielsweise Wert darauf legte, seinen Wohnraum für sich allein zu haben. Insgesamt galt er als Mensch, der in seiner eigenen sozialen Schicht lebte und sich um andere Mitglieder der Gesellschaft nicht großartig kümmerte.
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