Fendi - Luxus im Einklang mit jahrelanger Tradition
Aufgrund der außergewöhnlichen Qualität, der Eleganz ihrer Arbeiten, sowie dem unverkennbaren Design, genoss das Ehepaar Fendi einen tadellos guten Ruf in ihrer Heimatstadt und bediente einen sich stetig vergrößernden Kundenstamm. Dementsprechend beschloss das Paar ein zweites Geschäft in Rom zu eröffnen und weitete das Pelz- und Lederwarenhandwerk kontinuierlich aus. Fendi, ein Name, geboren im Herzen Italien, war nun auch ein Begriff in der internationalen Modeszenerie.
Im Jahr 1946 steigen alle fünf Töchter des Ehepaar Fendi in das Geschäft mit ein und beleben den Pelz- und Lederhandel mit ausgefallenen, revolutionären Ideen und Kreativität. Als die Töchter wenige Jahre später auf Karl Lagerfeld treffen, einem aufstrebenden Jungdesigner aus Deutschland, hat dies einen deutlichen Einfluss auf ihre bisherigen Arbeiten. Eine wahre Moderevolution nahm seinen Lauf und führte zu einer völlig neuen Interpretation und Modeauffassung der verschiedenen Materialien, allen voran Pelz. Während dieser Prägungszeit wurde auch das doppelte „F-Symbol“ in das Unternehmen Fendi eingeführt, das bis heute als Markenzeichen und Statussymbol des italienischen Luxus fungiert.
Im Jahr 1969 wurde eine Fendi Haute Couture Pelzkollektion vorgestellt, welche aufgrund des hoch angesiedelten Preises durch eine Konfektions-Pelzkollektion ergänzt wurde, um ein breites Kundenklientel ansprechen zu können. Im Jahr 1977 führte Fendi Damenmode in sein Repertoire ein und ließ eine Herrenkollektion im Jahr 1990 folgen, um seine Marktpräsenz weiter auszubauen.
Anfang der neunziger Jahre geriet das Designerlabel Fendi mit ihrer nicht mehr ganz politisch korrekten Pelzproduktion jedoch in starke Kritik und verzeichnete immense Umsatzeinbrüche. Daraufhin engagierte sich Silvia Fendi, Enkelin von Adele und Edoardo Fendi, in der Rettung des Unternehmen und belebte in Vergessenheit geratene Kollektion, wie zum Beispiel die Lederwarenkollektion „Selleria“, und entwarf die Baguette-Handtasche, die zum Markenzeichen der Marke Fendi avancierte. Im Jahr 1999 verkauften die Töchter Fendi ihren 51 prozentigen Anteil an den französischen Luxuskonzern LVMH und das italienische Luxuslabel Prada.
Heute stellt Fendi nicht nur Pelze und Lederwaren, wie Taschen, Gürtel und Portemonnaies her, Fendi ist zudem in das Möbel-Segment eingestiegen. Mit ihrer Linie „Fendi Casa“ finden Designer Betten, Sofas oder Tische ihre anspruchsvollen, stil bewussten Abnehmer. Auch Fendi Brillen, Uhren und Schreibgeräte zählen zu dem Produktportfolio des italienischen Modeunternehmens und sind zu erschwinglichen Preisen erwerbbar. Wie auch andere Luxuslabels hat sich auch Fendi in das Duft-Segment gewagt und bietet mit „Fendi Donna“, „Fendi Palazzo“ oder „Fendi Fantasia“, Frauen- wie auch Herrendüfte an. Nichts desto trotz ist das Unternehmen seiner erfolgreichen Pelz- und Lederwarenproduktion stets treu geblieben und führt die Familientradition weiter.
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