Ford - der James Bond der Modewelt: Tom Ford

Unter den Modedesignern heutiger Tage ist Tom Ford der James Bond-Typ. Geboren 1961 in Austin, Texas), hat der amerikanische Modemacher ein Faible für die Filmwelt und ist selber als Filmregisseur tätig.

Nachdem Tom Ford seine Kindheit in Santa Fe verbracht hatte, studierte Ford an der New York University in New York Kunstgeschichte. Anscheinend eine Fehlentscheidung, denn er brach das Studium ab und ging stattdessen an die Parsons School of Design, um Architektur als Studienfach zu belegen. Später wechselte Tom Ford nach Paris und machte dort seinen Abschluss. Bereits zu diesem Zeitpunkt war es sein erklärtes Ziel, Modedesigner zu werden und es seinem großen Vorbild Calvin Klein nachzutun. Nach dem Studienabschluss arbeitete Ford bei verschiedenen Designerinnen, bis er 1990 durch Dawn Mellow entdeckt wurde. Diese war seinerzeit Gucci-Kreativdirektorin. Tom Ford bekam den Auftrag, das finanziell angeschlagene Label wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Schon zwei Jahre später war Ford Designdirektor, zwei weitere Jahre später Kreativdirektor. Der Durchbruch in der Modewelt kam 1995. Zu diesem Zeitpunkt stand der Name Gucci wieder für Glanz und Glamour. Das eben noch fast bankrotte Luxuslabel war wieder mehr als 4 Millionen Dollar wert.

Für Tom Ford bedeutete die Aufgabe, Gucci wieder nach vorne zu bringen, schlaflose Nächte und gewaltige Anstrengungen. Die Leichtigkeit, mit der die fertigen Kreationen über den Laufsteg schweben, verhüllt die harte Arbeit der Menschen hinter den Kulissen. Um auf dem Markt eine unumstrittene Position für Gucci zu erlangen, entwarf Tom Ford auch Düfte oder kaufte das namhafte Label Yves Saint Laurent ein. Auch hier wurde er Kreativdirektor und hatte nun die Produktlinien zweier große Firmen zu betreuen. Ford überließ nichts dem Zufall und kümmerte sich selbst noch um die Werbestrategien und das Design der Gucci-Läden.

Seinen eigenständigen Weg als Modedesigner begann Tom Ford 2003, als er Gucci verließ. Er gründete sein eigenes Label und brachte 2006 die erste Kollektionen unter eigenem Namen heraus. Ein Jahr später konnte er den ersten Flagshipstore in Amerika eröffnen. Der kreative Schaffensbereich des Designers begnügt sich mit Herrenbekleidung und dazu passenden Accessoires. Ein deutlich überschaubarer Bereich und vielleicht auch mehr Lebensqualität für den Perfektionisten.

Vor allem aber ist der Wert der von Tom Ford entworfenen Kollektionen durch ihre Rarität hoch anzusetzen. Das Label Tom Ford kann sich heute mit jedem Modelabel der Welt messen. Vielleicht hat Ford sogar den Hauch eines James Bond in der Branche, weil er das Abenteuer sucht. Passend zu diesem Eindruck kleidete Tom Ford den James-Bond-Schauspieler Daniel Craig für den Film "Ein Quantum Trost" ein und verhalf ihm so zu nie gezeigter Eleganz und Medienwirkung. Sein eigenes Filmdebüt legte Ford 2009 vor. Als Regisseur stand er neben Julianne Moore und Colin Firth in der Kulisse. Der Film "A Single man" wurde sogar zu den 66. Filmfestspielen nach Venedig eingeladen. Dass Tom Ford zahlreiche Preise erhalten hat, soll nur am Rande erwähnt werden. Schließlich sind für einen Modemacher nicht die Auszeichnungen wichtig, sondern dass die Kunden seine Kreationen lieben.

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