Gucci - eine italienische Erfolgsstory
Guccio Gucci, der durch seine langjährige Anstellung im Londoner Savoy Hotel Erfahrungen mit dem britischen Adel sammeln konnte, übertrug seine Impressionen und Ideen auf seine Lederwarenproduktion und verstand es, die Wünsche und Ansprüche renommierter Kunden vollends zu entsprechen. Inspiriert von seiner Profession als Sattlermeister und seiner Liebe zum Reitsport entwarf Guccio Gucci 1947 das Symbol der ineinander greifenden Steigbügel, das Erkennungszeichen des Labels Gucci, welches bis heute traditionsgerecht fortgeführt wurde und Taschen, Portemonnaies, wie auch Gürtel und Schuhe verziert.
Seine Liebe zum Detail sowie sein Verständnis für Ästhetik und Schönheit verschafften Gucci ein stetigen Zuwachs an Kundschaft, auch in der schwierigen Zeit während der faschistischen Diktatur Italiens und Zweiten Weltkrieges. Die Knappheit an konventionellen Rohstoffen zwang den Unternehmer Gucci zur Suche nach alternativen Materialien und weckte sein Erfinderreichtum.
Die „Bambus-Tasche“ geht als einer seiner Arbeiten hervor, welche sich nicht nur zu einem zeitlosen Klassiker etablierten, sondern Guccio Gucci den Ruf eines der ideenreichsten und vielfältigsten Designer Italiens bescherten. In den fünfziger Jahren wurden die Farben grün-rot-grün, eine Kombination abgeleitet vom Sattelgurt, in Produkte des Unternehmen eingeführt und zählen heute zu den Markenzeichen des exklusiven Modelabels. Im Jahre 1953 verstirbt Guccio Gucci, welcher das Unternehmen in den Händen seiner Familie, den Söhnen Aldo, Ugo und Vasco weitergeführt sehen wollte.
In den kommenden Jahren verzeichnete das Unternehmen hohe Wachstumsraten und expandierte in die ganze Welt, um seine anspruchsvolle Kundschaft durch unmittelbare Präsenz überall bedienen zu können. Prominenz sowie Adel wurden zu begeisterten Anhängern des Unternehmens, wodurch sich der Bekanntheitsgrad der Marke weiter steigerte. Das doppelte, ineinander greifende „G“ wird in den sechziger Jahren in das Unternehmen eingeführt und behält bis heute seine unverkennbare Assoziation mit dem Unternehmen. Aufgrund schwerer interner Streitigkeiten über Besitzanteile zwischen den drei Brüdern wurde das Unternehmen im Jahr 1989 an das Investment-Unternehmen „Investmentcorporation“ mit Sitz in Bahrain verkauft. Die Aufnahme von Tom Ford als Creative Director, verhalf dem Unternehmen wieder zu alter Größe, kombiniert mit einem Hauch von Provokation und Wagemut in seinen Kollektionen.
Im Jahr 2007 ernannte eine Studie der Nielsen Company die Marke Gucci als das begehrteste Luxuslabel der Welt, welche Tradition und Moderne raffiniert miteinander verbindet. Gucci ist heute in verschiedenen Segmenten vertreten und bedient sowohl anspruchsvolle männliche wie weibliche Kunden. Von Haute Couture Kollektionen, über Taschen, Schuhe, Gürtel, Sonnenbrillen, Schmuck, Uhren und sogar Parfüm hat sich die Marke Gucci fast überall eine erfolgreiche Marktpräsenz erarbeitet ohne seinen Sinn für alte Traditionen zu verlieren.
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