Guccio Gucci
Alles begann in der Toskana, als der Urheber der Marke Guccio Gucci als Sohn eines Lederhandwerkers am 26.3.1881 in Florenz/Italien geboren wurde.Als er seine Schulzeit beendet hatte, eröffnete der Sattlermeister 1906 sein erstes Geschäft und verkaufte damals Produkte für den Sattel- und Reiterbedarf. Bald darauf schloss er das Geschäft wieder.
Er reiste ins Ausland. In London fand er im eleganten Hotel Savoy eine Arbeit als Liftboy. Reiche aus der ganzen Welt und Mitglieder des Königshauses nächtigten dort. Gucci beobachtete den Lebensstil der High-Society und erkannte, was die feinen Leute mochten. Er kam in Kontakt mit der edlen Ästhetik des Hochadels und lernte die internationale Mode- und Designerwelt kennen. Sein Gespür für Kreativität und Schönheit entwickelte sich. Es war die Zeit der steifen Hochkragen, die Damen trugen viel Stoff und eine Zeit, in der viel gereist wurde. Der Geldadel benötigte Reisegepäck.
Mit seinen Eindrücken und der Vision die edelsten und stabilsten Koffer der Welt herzustellen, kehrte er 1920 zurück in seine Heimat Florenz.1923 eröffnete der begabte Lederhandwerker erneut ein Geschäft. Diesmal spezialisierte er sich auf Lederwaren, die er in seinem kleinen Atelier selbst herstellte und stellte nur die besten Handwerker ein. Gucci entwarf bemerkenswerte Produkte einzigartiger Designkunst. Er bot handgefertigte Gepäckwaren wie edle und robuste Schrank- und Reisekoffer, Hutschachteln, Kosmetiktaschen an, sowie Schuhe und Gürtel.
Dem Geldadel gefielt die vom Reitsport inspirierte, mit Initialen und Wappen verzierte Kollektion, die bald zu einem enormen Erfolg wurde. Die aus dieser Zeit stammenden Trensen- und Steigbügelmotive und die Farben grün, rot, grün werden zu bleibenden Symbolen des Modehauses. Das hochwertige Angebot lockte schon bald Kundschaft aus der ganzen Welt nach Florenz. Gucci expandierte.
1938 ging Gucci nach Rom, wo er in der Via Condotti, der vornehmen Luxusmeile, seine begehrten Waren vertrieb. Sein Geschäft florierte so sehr, dass seine herangewachsenen Söhne Aldo, Vasco, Ugo und Rudolfo Gucci-Filialen in Mailand, Rom und Florenz eröffnen konnten.
In dieser Zeit verhängten die Vereinten Nationen ein Embargo über Italien, was zu einem Mangel an Rohstoffen wie Leder führte. Diese, auch durch den Zweiten Weltkrieg, verursachte Ressourcenknappheit aber stachelte den Erfindungsreichtum des außergewöhnlichen Designers erst richtig an und war eine Herausforderung an seine Kreativität. Er griff auf alternative Materialien zurück wie Hanf, Leinen, Jute und Bambus, die bis heute in den Gucci-Designs wiederzuerkennen sind. Der Rohstoffmangel führte zur damals vollkommen neuartigen Entwicklung des Bambusgriffs. Die berühmte Bambus-Bag ging in die Geschichte ein, wurde zum Symbol von Gucci und gehört zum Erbe des Hauses. Die Handtasche ist auch heute noch beliebt.
In den 50er-Jahren entwickelte er ein weiteres symbolträchtiges Produkt, den leichten Mokassin aus Velourleder, den ein Trensenmundstück dekorierte. Der Schuh wurde zum Star.
1953 gründeten Aldo und Rudolfo das erste Geschäft in New York und sorgten für internationales Präsenz.Guccio Guccis hochwertige Handwerkskunst wurde das Markenzeichen des Hauses. Mit seinen bemerkenswerten Erfindungen von Luxusartikeln wird Gucci bis heute als Aushängeschild italienischer Designkunst betrachtet. Seine Liebe zu Ästhetik und Schönheit wurde von den Reichen und Prominenten geschätzt. Gerne trugen sie die Luxusgüter zur Schau und verhalfen der Marke zu Ansehen.
1953 stirbt der Patriarch des Familienunternehmens. Den weltweiten Ruhm erlebt er nicht mehr mit. Doch lebt Guccio Gucci in seinen unverkennbaren Symbolen weiter, die heute neu interpretiert wiederverwendet werden. Ihm zu Ehren führte man die doppelten, ineinandergreifenden G's als Logo ein, das heute auf vielen Produkten der Weltmarke prangt.
disabledblock
disabledblock

