Hotel Adlon Kempinski Berlin

Nach einer zweijährigen Bauzeit wurde im Jahr 1907 von dem erfolgreichen Gastronomen Lorenz Adlon das nach im benannte Luxushotel direkt im Herzen der deutschen Hauptstadt Berlin eröffnet. Das am Pariser Platz gegenüber dem Brandenburger Tor errichtete Gebäude wurde mit einer fast undenkbar hohen Summe von 17 Millionen Goldmark unter Mitwirkung der berühmten Architekten Carl Gause und Robert Leibnitz gebaut, umgerechnet wären dies heute etwa 350 Millionen Euro.
Hotel Adlon Berlin © Raimond Spekking / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0 & GFDL
Berlin Hotel Adlon und die Akademie der Künste auf der Straße Unter den Linden

Der aus Mainz stammende Lorenz Adlon war mit seinem Vorhaben aber nicht ohne Gegner, musste doch das von Karl Friedrich Schinkel umgebaute Palais Redern, damals ein gesellschaftlicher Mittelpunkt der Stadt, dem Hotelbau weichen. Da sich Kaiser Wilhelm II. aber persönlich für den Bau einsetzte, bekam Berlin mit dem Adlon letztendlich ein Luxushotel, das mit anderen Nobelherbergen der Welt konkurrieren konnte, waren doch alle Zimmer bereits mit Elektrizität und fließend kaltem und warmem Wasser ausgestattet.

Die Geschäftsentwicklung verlief über lange Jahre positiv, das Hotel wurde recht bald zu einem beliebten Treffpunkt der Berliner Gesellschaft und Aristokraten aus der ganzen Welt. Da die Hauptstadt zur damaligen Zeit so gut wie über keine adäquaten Unterbringungsmöglichkeiten für Staatsgäste verfügte, logierten Europas Kaiser und Könige, darunter auch der Zar von Russland, während ihrer Besuche in der deutschen Hauptstadt im Adlon, auch der deutsche Kaiser selbst soll die beheizten Zimmer des Hotels seinem zugigen Schloss vorgezogen haben. Zu den bekanntesten Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur zählten Thomas Alva Edison, Henry Ford, John D. Rockefeller, Walther Rathenau, Gustav Streseman, Franklin D. Roosevelt, Aristide Briand, Charlie Chaplin, Heinrich George, Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan, Eduard Künnek sowie Marlene Dietrich, um nur einige wenige zu nennen.

Ein jähes Ende bereitete am 2. Mai 1945 ein aus nicht geklärten Ursachen entstandenes Feuer, das Hotel Adlon brannte bis auf einen Seitenflügel völlig ab. Dieser wurde noch bis Anfang der 1980er Jahre als Restaurant und Hotel, später als Berufsschulinternat betrieben, bis er 1984 auf Beschluss des Politbüros der SED wegen Baufälligkeit abgerissen wurde.

Nach dem Fall der DDR wurde auf Betreiben des Unternehmens Kempinski ein Neubau der Traditionsherberge geplant. Kempinski hatte in den 1950er Jahren von Hedda Adlon, der Witwe des Sohnes des Gründers, ein Vorkaufsrecht für das Grundstück sowie den Namen erworben. Nach den Plänen der Architekten Patzschke, Klotz & Partner begann 1995 die Immobiliengesellschaft Fundus – Gruppe mit der Errichtung des neuen Hauses, dessen Äußeres sich zwar stark an dem Vorgängergebäude orientiert, aber keinen direkten Nachbau des Originals darstellt. Nach zweijähriger Bauzeit wurde am 23. August 1997 das Hotel Adlon Kempinski Berlin eröffnet, das in der Tradition des alten Betriebes fortgeführt wird.

Durch seine Lage Unter den Linden am Pariser Platz im Herzen Berlins eignet sich das Hotel hervorragend zur Erkundung beider Teile der über lange Jahre hinweg geteilten Stadt. Für eine Übernachtung im günstigsten Zimmer werden 290 € berechnet, das morgendliche Frühstücksbuffet kostet 35 €. Für Anspruchsvollere sind auch mehrere Suiten im Angebot, darunter die Royal Suite zu einem Preis von 9 000 €. Aber auch in diesem Betrag ist das Frühstück noch nicht beinhaltet und muss mit ebenfalls 35 € pro Person bezahlt werden.

 

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