Das Hotel der Stars an der französischen Riviera - Hotel Carlton in Cannes

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts neideten die Verantwortlichen von Cannes dem nahegelegenen Nizza die berühmte "Proménade des Anglais", der Nizza hauptsächlich die Tatsache verdankte, dass viele wohlsituierte Winterkurgäste anreisten und der Stadt ansehnliche Einnahmen sicherten.
Hôtel Carlton Cannes

Eine repräsentative Strandpromenade mit entsprechenden Prachtbauten war somit unabdingbar. Die "Croisette" wurde daher 1868 gebaut. Im Jahr 1907 folgten der Bau des Spielkasinos und der ersten Luxushotels. Doch wahrlich gekrönt wurde die Croisette durch das Hotel Carlton, dass 1912 eröffnet wurde. Dem Grand Hotel Negresco in Nizza, das damals schon berühmt war, sollte ein Hotel der besonderen Klasse den Rang ablaufen. So erstaunt es nicht, dass sich die Architekten Charles Dalmas und Marcellin Mayère nicht minimalistisch gebärdeten, sondern die ganze Bandbreite des Belle-Epoque-Stils voll ausschöpften.

Das Ergebnis ist der helle, breite Belle-Epoque-Palast mit den begrenzenden Türmchen, zu denen sich Dalmas von den Brüsten von Belle Otéro, einer spanischen Tänzerin, Sängerin und Mätresse unzähliger gekrönter Häupter, reicher Industriemagnate und berühmter Künstler, inspiriert gefühlt haben soll. Majestätisch ragt das Gebäude mit sieben Stockwerken und seiner eindrucksvollen Fassade an der Croisette empor, vom Meer nur durch eben diese Prachtpromenade getrennt.

Die imposante Lobby des Hotel Carlton in Cannes mit mächtigen Säulen und Kronleuchtern verbreitet eine elegante Atmosphäre, roter Samt überwiegt im Dekor und riesige Fingerpalmen säumen den Weg zur Bar.

Es fällt nicht schwer, sich in die bewegte Geschichte des Carlton einzufühlen, das während dem Ersten Weltkrieg als Krankenhaus und in der Schlussphase des Zweiten Weltkrieges als Standort der Offiziere des US-Generalstabes diente.

Als dann 1946 das erste Filmfestival in Cannes stattfand, begann der Aufstieg der Croisette zum Laufsteg der Kinostars und Mittelpunkt des Festivaltreibens ist bis heute noch die Terrasse des Carlton. Die Gästeliste liest sich dementsprechend: von Alfred Hitchcock über Grace Kelly, Alain Delon, Cary Grant und Liz Taylor bis zu Nicholas Cage, Mickey Rourke, Cindy Crawford, Brad Pitt, George Clooney und sämtlicher Bond-Darsteller, um nur einige Namen zu erwähnen, wohnten im Carlton und genossen das gediegene und luxuriöse Ambiente.

Und schließlich wurden auch berühmte Filme im Carlton gedreht, darunter Hitchcocks „Über den Dächern von Nizza“ mit Grace Kelly und Cary Grant und „French Kiss“ mit Meg Ryan und Kevin Kline. Fürst Rainier traf sich mit Grace Kelly im Carlton, nachdem sie "Über den Dächern von Nizza" abgedreht hatte und regelmäßig für Tumulte sorgte Jane Mansfield, wenn sie vor dem Hotel auftauchte. Ölmagnate, Operndiven, Hollywoodgrößen - unzählige Berühmtheiten füllen die Chronik dieses imposanten Belle-Epoque-Hotels.

Das elegante, auch nostalgische Flair und seine turbulente Geschichte versprüht das Carlton bis heute ungetrübt.

Seit 1998 gehört das Carlton zur Luxushotelkette Intercontinental. Das Personal bietet legendären Service und die Eleganz erstreckt sich über 7 Stockwerke, 343 Zimmer und 40 Suiten sowie 12 Salons für Empfänge, Bälle oder Tagungen. Darüber hinaus gibt es 2 Restaurants sowie Cocktailbars.

Die bevorzugte Lage und die für ein Luxushotel typische Ausstattung wie sämtliche Businessservices (Kopierservice, Kurierdienst, PC- und Druckerservice, Internet und Privatlimousinenservice, Servicestellen von Mietwagen- und Fluggesellschaften) sowie die Möglichkeit, für Anreisende mit eigenem Boot von der Jacht aus einzuchecken, runden neben der einzigartigen Atmosphäre den umwerfenden Charme des Hotels ab.

In Frankreich wurde erst im Jahr 2006 der fünfte Stern als Hotel-Kategorie eingeführt. Das Intercontinental Carlton war eines der ersten Hotels, das diesen fünften Stern im Rahmen einer feierlichen Zeremonie verliehen bekam.

Der Aufenthalt im Carlton ist ein einzigartiges Erlebnis und vermag seine Gäste in den Bann vergangenen und gegenwärtigen Glamours zu ziehen.

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