Hotel Waldorf Astoria in New York
Der Vetter von Johann Jakob Astor, William Astor, der am 31 März 1848 in der Stadt New York geboren wurde, eröffnete 1893 auf einem seinem Vater gehörigen Grundstück in der Fifth Avenue an der Stelle, an der heute das Empire State Building steht, ein 13stöckiges Hotel, das er Waldorf nannte. Vier Jahre später, 1897, öffnete dann das von Johann Jakob Astor gebaute Astoria Hotel seine Pforten auf einem Gelände, das im Besitz seiner Tante, Caroline Webster Schermerhorn Astor, war. Das Astoria war um vier Stockwerke höher als das Waldorf und in dessen unmittelbarer Nachbarschaft. Johann Jakob Astor verpachtete das Astoria an den Hotelier Boldt, der auch bereits am Bau und Betrieb des Waldorf beteiligt war.
Boldt verband die beiden Gebäude mit einem Säulengang - das Waldorf-Astoria war geboren und galt recht bald nicht nur als das derzeit größte Hotel weltweit mit Gästen von Rang und Namen, sondern auch als soziales Zentrum New Yorks. Bemerkenswert war auch das Verhältnis des Hotelmanagements zu Frauen, die im Gegensatz zu anderen Etablissements auch ohne männliche Begleitung das Waldorf-Astoria betreten durften. 1929 schloss das Hotel dann seine Pforten, um dem Empire State Building Platz zu machen, und wurde an seiner heutigen Adresse an der Park Avenue neu errichtet. Neben der neuesten technischen Ausstattung bot das Haus erstmalig einen 24 – Stunden – Zimmerservice, eine absolute Neuheit weltweit. Im Jahr 1949 erwarb Conrad Hilton das Hotel, das bis zum heutigen Tag mit dessen Gruppe verbunden blieb. Der obere Teil des Hauses, die Waldorf Towers, bildet ein Hotel im Hotel und wird von Conrad Hotels & Resorts betrieben. Bei einer Höhe von 190 m und 47 Stockwerken verfügt das Waldorf-Astoria über 1 113 Zimmer und 303 Suiten, die allesamt völlig unterschiedlich dekoriert sind.
Neben Paris und Nicky Hilton, die ihre Kindheit im Waldorf-Astoria teilweise verbrachten, war jeder amerikanische Präsident seit Edgar Hoover (1929 – 1933) Gast im Hause, ebenso die englische Königsfamilie, der Herzog und die Herzogin von Windsor, Marilyn Monroe, Konrad Adenauer, David Ben Gurion, Bertie Charles Forbes, Helmut Kohl, Gerhard Schröder, Helmut Fischer, General MacArthur, Henry Kissinger aber auch die Unterweltfürsten Frank Costello, Benjamin Siegel und Lucky Luciano.
Mit seiner Lage im Herzen von Manhattan sind es nur wenige Gehminuten zum Rockefeller Center, der St. Patrick's Kathedrale, dem Theaterbezirk sowie den besten Einkaufszentren und Kunstgalerien an der Madison und Fifth Avenue. Die internationalen Flughäfen JKF, La Guardia und Newark sind in 45 bis 60 Minuten Fahrzeit erreichbar. Die Zimmerpreise beginnen für ein Luxushotel dieses Formats auf erstaunlich niedrigem Niveau: im Waldorf-Astoria kostet eine Übernachtung ab etwa 210 €, in den Waldorf-Astoria Towers 340 €. Das obere Ende liegt in den Towers bei 4 300 € pro Nacht in der Historic Apartment Suite mit einem Schlafzimmer.
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