Hugo F. Boss
Hugo F. Boss ließ sich dadurch nicht entmutigen und gründete schon im Jahr 1931 wieder eine neue Firma. Außerdem trat er als Mitglied der NSDAP bei. Dem Aufstieg Adolf Hitlers verdankte Hugo F. Boss, dass sein zweites Geschäft endlich florierte. Die Firma Hugo Boss wurde offizieller Hersteller und Lieferant der Uniformen für die SA, SS, für die Hitler Jugend, den NSKK und anderen Organisationen der NSDAP. Alle schwarzen Uniformen der Nazi SS, die von 1932 bis 1942 getragen wurden, stellte die Firma Hugo Boss her. Entworfen wurden diese Uniformen von dem SS-Oberführer Prof. Dr. Karl Diebitsch und dem Grafikdesigner Walter Heck. Seit 1933 stellte die Firma Hugo Boss auch die braunen SA Hemden und die schwarz-braunen Uniformen der Hitlerjugend in ihrem Werk in Metzingen her.
Nachdem Deutschland im Jahr 1945 den Krieg verlor, wurde Hugo F. Boss als Sympathisant der Nazis schwer belastet. Außerdem arbeiteten jahrelang Zwangsarbeiter in seinem Betrieb in Metzingen. Von den Siegermächten wurden ihm sämtliche Rechte entzogen, u. a. auch das Wahlrecht. Zusätzlich musste er eine hohe Geldstrafe zahlen. Hugo F. Boss starb im Jahr 1948, aber seine Firma mit seinem Namen überlebte.
Heute gehört die Hugo Boss AG zur Valentino Fashion Group. Die Firma beschäftigte im Jahre 2008 über 9500 Mitarbeiter. Weltweit wird die Mode von der Hugo Boss AG in 110 Ländern vertrieben. Über eintausend Läden verkaufen die Designermode von Hugo Boss. Zwei Marken werden unter dem Namen der Hugo Boss AG vertrieben. Die Hauptlinie “Boss“ stellt seit ca. 1970 modische Anzüge für Business und Events für Herren her und seit 2000 auch Kostüme und Hosenanzüge für Damen. Seit dem Jahr 1993 gibt es unter dem Namen “Hugo“ hochwertige Herrenmode und für die Damen wird seit 1998 unter diesem Label Mode verkauft.
Seit 1996 wird jedes zweite Jahr der Hugo Boss Preis vergeben. Gesponsert wird der Preis (US $ 100.000) von der Hugo Boss AG. Den Hugo Boss Preis erhalten Künstler, die von einer weltweiten Jury ausgewählt werden. Die Werke des oder der Sieger werden im Guggenheim Museum ausgestellt.
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