Das iPad. Der neue Alleskönner von Apple
Ein Gerät zwischen iPhone und MacBook - „Apple ist das weltweit größte Unternehmen für mobile Anwendungen“, sagte Jobs. „Größer als Sony, Samsung, Nokia.“ Und mit dem iPad wird das wohl auch so bleiben.
Das iPad ist angesiedelt zwischen iPhone und MacBook. Natürlich sieht es eleganter aus als jedes Netbook - ein wenig wie ein wesentlich größeres iPhone. Nicht zuletzt wegen des größeren, beinahe 180° sichtbaren Displays ist es besser geeignet für den Zugang zum Internet, für E-Mails, für Fotos und Videos, für Musik und Spiele, als es Smartphones sind oder Laptops.
Und einen anderen Bereich hat das iPad fest im Auge: „eBooks“ und „ePapers“ – Bücher und Zeitschriften, die in elektronischer Form vorliegen und mit dem iPad aus dem Internet geladen werden können. Hier trifft das iPad auf die Konkurrenz des „Kindle“ von Amazon, der bereits seit 2007 auf dem Markt ist.
Mit eigener Applikation Zugriff auf Bücher - Anwendungen heißen auch für das iPad „Apps“ („Applications“, Programme). Mit der „iBooks“-App wird das iPad Amazons Kindle wohl das Fürchten lehren (wie momentan die gesamte Verlagsbranche erneut in Unruhe ist). Die App greift sowohl auf ein Download-Portal zu, es fungiert aber zugleich als Reader-Software.
Anwendungen gibt es aus dem App-Store - Fantastisch für den Interessenten ist die Tatsache, dass quasi alle der 140.000 Apps, die es für das iPhone gibt, auch auf dem iPad laufen. Die Apps lassen sich bequem aus dem App-Store herunterladen (www.apple.de) – was andererseits bedeutet: Wer bereits Apps für sein iPhone beitzt, kann diese mit Hilfe seines Computers ganz leicht auf das iPad synchronisieren (PC funktioniert ebenso). Keine Bange: Die Apps lassen sich auf die gesamte Bildschirmgröße skalieren!
Die Apps werden mit den Fingern bedient. Das Bedienungsgefühl wirkt direkter und dadurch ergonomischer. Fürs Tippen lässt sich eine Tastatur aufs Display einblenden, die größer ist als bei Netbooks und sich durchaus fürs Zehn-Finger-Schreibsystem eignet. Trotzdem: Sie wird zu Beginn wohl gewöhnungsbedürftig sein.
Apple selbst hat seine iWork-Software für das iPad komplett überarbeitet. Die Programme des iWork-Pakets Keynote (Präsentation), Pages (Textverarbeitung mit großartigen Layoutfunktionen) und Numbers (Tabellenkalkulation) lassen sich einzeln, aber auch als Paket kaufen. Einzeln kosten sie um die 10 U$, das sind ca. 7,50 Euro.
Wer für diese komplexe Software lieber eine „normale“ Tastatur nutzen möchte (beispielsweise zu Hause oder im Büro) kann sie über das iPad Keyboard Dock selbstverständlich anschließen.
Technik und Preise
Immer wieder faszinierend ist es, wenn man ein iPhone dreht, und das Bild passt sich der Lage an. Verantwortlich dafür ist ein Bewegungssensor, der die Lage des iPhone im Raum erfasst. Dieser Effekt beeindruckt noch mehr durch die Größe des iPad: Man dreht das 9,7 Zoll große Display um die eigene Achse nach vorne, das iPad erkennt die neue Lage, stabilisiert das Bild, die Zuschauer sehen die korrekte Ausrichtung.
Im iPad arbeitet ein ARM-Prozessor im Takt von 1 GHz, die Speicherkapazität reicht von 16 bis 64 Gigabyte, Gewicht: ca. 700 Gramm. Das Gerät kommt mit einem Kompass, einem Mikrofon und einem Lautsprecher. Die Basismodelle besitzen Bluetooth 2.1 und 802.11 a/b/g/n/WLAN. Im Stand-by-Modus sollen die Batterien einen Monat lang halten, für den Einsatz verspricht Apple eine Laufzeit von bis zu zehn Stunden.
Apple rühmt sich einer moderaten Preispolitik. Los geht es beim Modell mit 16 Gigabyte Kapazität mit 499 U$; das Topmodell mit 3G-Chip und 64 Gigabyte wird 829 Dollar kosten (entspricht ca. 365 bzw. 610 Euro).
Die Zukunft
Noch fehlt dem iPad eine Kamera – dann wäre es perfekt für die mobile Welt. Aber auch heute schon lassen sich die vielfältigsten Einsatzgebiete vorstellen: Kleinkinder hantieren mit den Fingern besser als mit der Maus. Im Krankenhaus könnte die Visite mit iPads ablaufen, auf denen sämtliche Krankendaten erfasst sind und aktualisiert werden können. In Kfz-Werkstätten wird man das iPad einsetzen können bei kniffligen Reparaturen.
Apple ist mit dem iPad ein wichtiger Schritt gelungen. Ob er so revolutionär ist, wie es Steve Jobs behauptet, wird die Zukunft zeigen.
Redaktion / wortport
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