Karl Lagerfeld Biografie
Angefangen hat Lagerfelds Karriere 1955, als er in einem Wettbewerb einen Preis mit einem Wollmantel gewann. Der Sieg verschaffte ihm eine Anstellung bei Pierre Balmain, der schließlich auch den Wollmantel in Produktion nahm. Von 1958 bis 1963 ist Lagerfeld als Künstlerischer Direktor bei Jean Patou tätig, arbeitete nebenbei jedoch auch für diverse andere Modehäuser. Erst danach, im Jahr 1964, schreib er sich für ein gallein. Währenddessen entwickelte er als künstlerischer Direktor Kollektionen für Chloé. Einen weltweiten Bekanntheitsgrad erreichte er 1972, indem er eine Deco-Kollektion entwarf, sich vor allem durch ihren asymetrischen Schnitt und den Schwarz-Weiß Drucken auszeichnete.
Nachdem er von 1978 bis 1983 selbstständig tätig war und für verschiedene Unternehmen gearbeitet hat, wechselte er im Jahr 1983 zu Chanel, dort stellte er die Weichen für seine Karriere. Schon ein Jahr später wurde er zum Chefdesigner für Kollektion und für die Sparte Prêt-á-Porter. Für das Pelzhaus Fendi, das mittlerweile zu dem Luxusgüterhersteller LVMH gehört, enttwirft Lagerfeld seit 1965. Zudem arbeitete er von 1992 bis 1997 vorübergehend wieder für Cloe, bis Stella McCartney seine Stelle übernahm. Als Vorgänger von Jil Sander unterrichtete er von 1980 bis 1984 als Gastprofessor an der Universität für angewandte Kunst die Modeklasse in Wien.
Das Label Karl Lagerfeld
1984 gründete Lagerfeld zusammen mit Bidermann, einem französischen Textilhersteller, sein eigenes Label, das seinen Namen trug. Zwar wurde er damit für extravagante Strickmode bekannt, Profit konnte er daraus jedoch nicht schlagen. Die Rechte der Marke wurden 1987 von dem französischen Luxusgüterkonzern Cora-Revellion aufgekauft und 5 Jahre später an Dunhill weitergegeben. Nach dem Zusammenschluss mit Cartier lagen die Rechte schließlich in der Vendome-Gruppe, die diese aufgrund der schlechten Umsätze jedoch 1997 an Lagerfeld zurückgaben.
1999 wagte Lagerfeld einen neuen Versuch, indem er das Label Lagerfeld Gallery gründete und eine kleine Damenkollektion selbst kreierte. Seine exklusive Mode wurde in verschiedenen Lagerfeld Gallery Boutiquen in Paris und Monaco verkauft. In Zusammenarbeit mit der Steilmann-Gruppe kreierte Lagerfeld schon 1988 die Zweitlinie KL, die Zusammenarbeit wurde jedoch 1995 eingestellt. Ein Jahr später ging Lagerfeld einen Vertrag mit Quelle ein und bot bis 1999 seine Kollektion im Quelle-Katalog an. Auch für Hennes & Mauritz entwarf Lagerfeld 2004 eine günstigere Kollektion und sorgte damit für Aufsehen.
Der Modekonzern Tommy Hilfiger kaufte im Jahr 2005 schließlich die Marke Lagerfeld und zudem auch alle Lizenzen und gab der Lagerfeld Gallery Kollektion den Namen Lagerfeld Collection. Erst 2006 kamen die günstigeren Labels Karl Lagerfeld für Damen und KL Lagerfeld für Herren dazu. Während sich das Team von Hilfiger in New York mit der Kollektion Karl Lagerfeld beschäftigte, designte Lagerfeld selbst die Lagerfeld Collection in Paris, die schließlich auch auf diversen Modeschauen in den USA präsentiert wurden. Kurze Zeit später stellte die Tommy Hilfiger Corp. jedoch die Zweitlinie für Damen und die amerikanischen Lagerfeld Kollektionen ein. Auch die Boutiquen der Lagerfeld Gallery Linie in Monaco und Paris mussten schließen. Dafür änderte die Hauptkollektion ihren Namen in Karl Lagerfeld und wurde schließlich dem italienischen Unternehmen Vaprio Stile zugeschrieben. Die von Tommy Hilfiger 2007 angebotene K Karl Lagerfeld Kollektion für Damen und Herren wurde zunächst auch für europäische und kanadische Kunden freigegeben, im Frühjahr 2010 jedoch wieder eingestellt. Die Herrenkollektion trägt mittlerweile nur noch den Namen Lagerfeld. Zur Zeit sind nur noch drei Kollektionen von Karl Lagerfeld auf dem Markt: Die Lagerfeld Herrenkollektion, die Karl Lagerfelt Damenkollektion und bis zum Frühjahr 2010 die K Karl Lagerfeld Brückenkollektion.
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