Moskau - Metropole für Millionen und Milliardäre

Das kulturelle Angebot in Moskau ist ebenso groß wie die Zahl der Baudenkmäler. Es gibt eine Vielzahl von Galerien, Museen, Kinos, Konzertsälen und Theater; Aushängeschilder sind das Bolschoi-Theater mit dem berühmten Ballett und der Moskauer Staatszirkus.
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Stadt und Region: Auch am Abend und in der Nacht hat die Stadt sehr viel zu bieten; die Palette bei Bars und Kneipen reicht vom Swing-Club über gemütliche Kellerkneipen und englische Pubs bis zur Brauereigaststätte mit 550 Plätzen. In den Discos und Nachtclubs geht es wie überall hoch her; hier merkt man, dass in Moskau sehr viel Geld verdient und auch wieder ausgegeben wird, denn die Russen verstehen wirklich zu feiern.

Lage und Geschichte: Im Jahr 1147 wird Moskau erstmals schriftlich erwähnt, deshalb gilt dieses Datum als Gründungsjahr der Stadt; archäologische Grabungen haben jedoch ergeben, dass hier bereits seit ca. 5.000 Jahren menschliche Behausungen existiert haben. Im Jahr 1156 wurde eine hölzerne Wehranlage zum Schutz der rasch wachsenden Bevölkerung errichtet, und im Jahr 1263 wurde Moskau zum Fürstentum erhoben; im 14. Jahrhundert zählte die Stadt bereits rund 30.000 Einwohner. Bis zum 16. Jahrhundert wurde der Ort mehrmals durch Tataren erobert und niedergebrannt, trotzdem entwickelte sich Moskau immer weiter zu einem florierenden Handelsplatz und geistig-kulturellen Mittelpunkt. Es entstanden die ersten Manufakturen, Glasfabriken und Pulvermühlen, im Jahr 1755 wurde die erste russische Universität (heute Lomonossow-Universität) gegründet.

Bis zum Jahr 1897 war die Bevölkerung auf eine Million angewachsen, 20 Jahre später hatte sich die Anzahl bereits verdoppelt. Im März 1918 wurde Moskau zur Landeshauptstadt erklärt und der Kreml als Regierungssitz ausgewählt; bis heute ist die Stadt unbestritten das politische, wirtschaftliche, kulturelle und verkehrstechnische Zentrum Russlands und wird in einem Atemzug mit Metropolen wie London, Paris oder New York genannt. Die meisten Besucher kommen mit dem Flugzeug nach Moskau; es gibt 5 Flughäfen, der wichtigste Knotenpunkt ist der internationale Flughafen Scheremetjewo. Auch auf dem Wasserweg ist die Stadt zu erreichen, denn der 128 km lange Moskau-Wolga-Kanal sorgt für eine schiffbare Verbindung zu den europäischen Meeren (Ostsee, Weißes Meer, Schwarzes Meer). Wer mit dem Zug anreist, kommt nicht in einem Zentralbahnhof an, denn Moskau hat insgesamt 9 Bahnhöfe, die rund um das Zentrum verteilt sind. Diese Stationen tragen die Namen der Richtung, in die die Züge fahren, z.B. vom Kiewer Bahnhof in die Ukraine oder vom Leningrader Bahnhof nach Norden bis Murmansk. Untereinander sind die Bahnhöfe ringförmig durch die Metro verbunden, dem wichtigsten Nahverkehrsmittel Moskaus. Die U-Bahn wurde 1935 eröffnet und beeindruckt v.a. durch die sehenswerte Ausstattung (Mosaike, Denkmäler) der Stationen (z.B. Kiewskaja, Majykowskaja, Komsomolskaja).

Die russische Hauptstadt Moskau liegt auf einer Höhe von 156 m üNN an den Ufern der Moskwa im Hügelland von Oka und Wolga, das geografisch zur Mittelrussischen Platte gehört; bis zum Ural sind es noch ca. 1.400 km in Richtung Osten. Mit einer Fläche von 1.081 km² und rund 10,5 Millionen Einwohnern ist Moskau die größte Stadt Europas; sie wird in 10 Bezirke unterteilt, die wiederum aus 123 Stadtteilen (Rajon) bestehen.

Die Stadtgrenze wird überwiegend durch den äußeren Autobahnring (Länge 109 km) markiert, an den sich außen der Stadtwaldgürtel anschließt. Die innerhalb gelegene Stadtfläche besteht zu rund einem Drittel aus Grünflächen; der bekannteste der 100 Parks in Moskau ist der „Gorki-Park für Kultur und Erholung“ im Zentrum am Ufer der Moskwa. Dieser Fluss durchzieht die Stadt in großen Schleifen von Nordost nach Südwest auf insgesamt 80 km Länge, die Breite variiert zwischen 120 und 200 m. Das humide Klima der Region gehört zu einer kühl-gemäßigten Klimazone mit Kontinentalklima; die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 5,4 °C, der Jahresniederschlag beträgt ca. 700 mm.

Was sollte man sehen? Im Stadtzentrum liegen die beiden bedeutendsten Sehenswürdigkeiten direkt nebeneinander, der Kreml und der Rote Platz; beide gehören seit 1990 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Kreml ist der älteste Teil Moskaus, die Befestigungsanlage aus dem 15. Jahrhundert mit Mauern und 19 Türmen ist bis heute vollständig erhalten geblieben. Weitere sehenswerte Bauwerke sind u.a. die Mariä-Entschlafens-Kathedrale (1479), die Gewandsniederlegungskirche (1486), die Maria-Verkündigungs-Kathedrale (1489), der Facettenpalast (1487-91), der Glockenturm Iwan der Große (1505-08) und die Erzengel-Kathedrale (1509); die Rüstkammer (1851) enthält eine einzigartige Sammlung von Waffen, Kriegstrophäen, Zarengewändern und Insignien aus der Geschichte Russlands. Auf dem historischen Roten Platz stehen ebenfalls einige markante Bauwerke, z.B. die Basilius-Kathedrale (1561), das Lenin-Mausoleum, das Historische Museum und das Kaufhaus GUM; in die Kremlmauer sind die Urnen berühmter Personen (u.a. Stalin, Gagarin) eingelassen. Vom Erlöserturm klingt immer zur vollen Stunde das Glockenspiel der bekanntesten russischen Uhr über den Roten Platz.

Bei einer Stadtrundfahrt kann man weitere Sehenswürdigkeiten besuchen, die Tweskaja-Straße (Rathaus, Puschkin-Denkmal), den Boulevard- und Gartenring, den 537 m hohen Fernsehturm, Schloss Ostankino, die Christ-Erlöser-Kathedrale, das Danilow-Kloster und natürlich die vielen Parkanlagen. Ein schöner Abschluss der Stadtbesichtigung ist ein Einkaufsbummel im legendären Kaufhaus GUM oder durch die Petrowskij-Passage, die beide sehr exklusive Läden beinhalten.

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