Porsche 924 - Ein Porsche mit Audi-Genen

Beim Porsche 924 handelt es sich um ein ganz spezielles Modell. Das hängt vor allem mit der Geschichte dieses Autos zusammen. Porsche bekam im Jahre 1970 von Volkswagen den Auftrag, einen möglichst günstigen Sportwagen zu konstruieren. Dabei sollten hauptsächlich Teile von VW- und Audi-Fahrzeugen verwendet werden. Als es dann aber in den Jahren 1973 und 1974 die Ölkrise gab, kamen bei der VW-Führung Befürchtungen auf, dass es im Sportwagensegment zu Einbrüchen in den Verkaufszahlen kommen könnte. Deshalb wurde entschieden, den Wagen doch nicht in die Produktion aufzunehmen. Im Jahre 1975 kaufte Porsche dann aber sämtliche Rechte an der Konstruktion und wollte diesen Wagen unter eigener Regie produzieren. Da zu der Zeit das Audi-Werk in Neckarsulm ohnehin geschlossen werden sollte, wurde die Produktion des Porsche 924 in dieses Werk verlegt.
Porsche 924 S
Porsche 932 und Porsche 924
Porsche 924

Die ersten Modelle des Porsche 924 waren mit einem 125-PS-Motor ausgestattet. Dieser Motor wurde ebenfalls im Audi 100 und im VW LT eingebaut. Auch zahlreiche andere Komponenten von Audi und VW wurden in den Porsche eingebaut. Eine technische Besonderheit war die sogenannte Transaxle Bauweise. Das bedeutet, der Motor ist in der Fahrzeugfront eingebaut und das Getriebe ist direkt an der Hinterachse montiert. Da die hintere Achse die Antriebsachse ist, war diese Konstruktion sehr von Vorteil, da das Gewicht besser verteilt war. Etwas später kam auch noch ein leistungsstärkerer Porschemotor zum Einsatz. Dieser hatte 2,5 Liter Hubraum und leistete bis zu 160 PS. Mit Turboaufladung erreichte er sogar 210 PS.

1985 kam dann das Nachfolgemodell 924 S auf den Markt. Dieses Modell war ausschließlich mit dem 2,5-Liter-Porschemotor verfügbar. Dieser Motor stammte ursprünglich aus dem Porsche 944. Da der 924 S aber wesentlich leichter wie der 944er war, fuhr er sich sehr viel spritziger. 1988 wurde dann die Produktion des Porsche 924 S endgültig eingestellt. Es gab auch keine direkten Nachfolgemodelle. Somit war es das Aus für die 924er Baureihe. Bei eingefleischten Porschefahrern kam der 924er nicht besonders gut an. Es lag daran, dass zu viele Komponenten von VW eingebaut waren. Selbst im Interieur waren viele Teile von VW. Dafür gewann Porsche mit den 924er Modellen aber neue Käuferschichten dazu. Deshalb war die 924er Baureihe auch die erfolgreichste Modellversion von Porsche.

Vom Porsche 924 gab es während der gesamten Produktionszeit auch viele Sondermodelle, die nur in geringen Stückzahlen produziert wurden. Dazu gehören unter anderem die Modelle Le Mans, Sebring und Ferry Porsche. Diese Modelle sind alle aufgrund der Erfolge, die mit dem Porsche 924 im Motorsport erreicht wurden, produziert worden. Der Porsche 924 wurde nämlich in modifizierten Versionen bei diversen Motorsportveranstaltungen eingesetzt und erlangte beachtliche Erfolge. Die Sportversionen hatten Motorleistungen bis zu 375 PS.

Heutzutage gilt der Porsche 924 zu den Klassikern. Es gibt viele Autoliebhaber und Sammler, die ein solches Modell ihr eigen nennen. Aufgrund der hohen Stückzahlen, die damals produziert wurden, sind die Fahrzeuge in der Regel auch zu erschwinglichen Preisen zu bekommen. Ersatzteile gibt es aus dem gleichen Grund ebenfalls in großer Zahl.

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