Porsche - DER deutsche Sportwagenbauer

Porsche - Diese sieben Buchstaben stehen für qualitativ äußerst hochwertige deutsche Sportwagen, von denen fast jedes Kind träumt. Einige Kinder belohnen sich später für ein erfolgreiches Berufsleben durch den Kauf eines Sportwagens dieser Firma. Der erste Porsche, der Porsche 356, ist in seiner Grundform nicht sehr verschieden zum aktuellen Porsche 911. Porsche legt besonderen Wert darauf, das Design der 11er-Baureihe über die Jahre fast nicht verändert zu haben. In den letzten Jahren hat Porsche damit begonnen, die Produktpalette offensiv durch die Einführung der Cayenne-, Cayman- und Panamera-Baureihe zu erweitern und damit neue Kunden anzusprechen.
Porsche 911 GTR
Porsche 911 GTR
Porsche 911 Sport Classic
Porsche Boxter Spider
Porsche Panamera

Aktuell bietet das Unternehmen fünf verschiedene Baureihen an, die sich jeweils nochmals in einige unterschiedliche Varianten gliedern: Der Einstieg in die Porsche-Produktpalette geschieht durch den Porsche Boxster und den Porsche Cayman, daneben gibt es den sportlichen SUV Cayenne. Das wohl immer noch bekannteste Porsche Modell ist jedoch der Porsche 911, der mittlerweile in seiner sechsten Generation angeboten wird. Seit 2009 wird die Produktpalette durch den großvolumigen Viertürer, den Porsche Panamera, abgerundet.

Geschichte der Automarke

Begonnen hat die Geschichte der Automarke Porsche im Jahre 1948 mit dem Porsche 356, gewissermaßen einer sportlicheren Version des VW Käfers. Zuvor hat der Firmengründer Prof.Dr.h.c. Ferdinand Porsche jedoch schon einige Jahrzehnte ein Konstruktionsbüro betrieben. Der 356 wird vor allem aufgrund seiner Erfolge im Motorsport vor allem in Amerika ein Verkaufsschlager und bis Anfang der 60er-Jahre produziert. Als Ferdinand Porsche stirbt, führt sein Sohn Ferry Porsche die Geschäfte weiter.

Ende der 50er-Jahre jedoch bemerkt Porsche, dass der 356 zunehmend schlechter verkauft wird. Deswegen entschloss man sich, mit der Entwicklung eines Nachfolgers zu beginnen. Dieser wurde schließlich 1963 auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt unter dem Namen Porsche 901 der Welt präsentiert. Bereits einige Wochen später jedoch musste man den Namen, den sich Peugeot zuvor bereits gesichert hatte, in Porsche 911 ändern. Der Porsche 911 knüpfte von Anfang an an die erfolgreiche Vergangenheit des 356 an und wird bis zum heutigen Tage optisch fast unverändert produziert.

Da eine Automarke jedoch nicht nur von einem Modell leben kann, gab es bereits kurz nach der Einführung des Porsche 911 eine kleinere Version mit dem 4-Zylinder-Motor des Porsche 356: Den Porsche 912, der bis auf den Motor jedoch dem 911 glich. Dieses Einsteigermodell wurde Anfang der 70er-Jahre durch den Porsche 914 abgelöst, einem Mittelmotor-Roadster, der in Kombination mit Volkswagen entwickelt und gebaut wurde. Dieser Porsche wurde anfangs belächelt, heutzutage jedoch ist der 914 ein gesuchter Klassiker geworden. Weiter ging es Ende der 70er-Jahre mit dem Porsche 924 und dem Porsche 928, jeweils beide nach dem sogenannten "Transaxle-Konzept" gebaute Sportwagen. Der Porsche 928, der mit einem 8-Zylinder-Motor ausgerüstet war, sollte ursprünglich den 911 ablösen, man erkannte jedoch gerade noch rechtzeitig, dass er an den Flair des Porsche 911 nicht heranreicht. Der Porsche 924 war mit einem Vierzylinder-Motor von Audi und einer Leistung von 125 PS nicht gerade typisch für einen Porsche ausgestattet und wurde deswegen entsprechend von vielen Käufern nicht akzeptiert.

Auch heute noch bekommt man 924 für verhältnismäßig geringes Geld. Trotz des Imageproblems verkaufte sich der 924 nicht schlecht, er wurde jedoch 1982 durch den Porsche 944 abgelöst, der vor allem über ein deutlich sportlicheres Design verfügte. Der 911 wurde zu der Zeit in seiner zweiten Generation, als sogenanntes "G-Modell" gebaut. 1989 wurde das G-Modell durch den Porsche 964 abgelöst, welcher wiederum 1994 durch den Porsche 993, den letzten luftgekühlten 911, abgelöst wurde. Auch der 944 erhielt Anfang der 90er-Jahre mit dem Porsche 968 einen Nachfolger, der jedoch alles andere als erfolgreich war und bereits nach zwei Jahren wieder eingestellt wurde.

Nachdem Porsche Ende der 80er-Jahre in eine wirtschaftliche Notlage kam, wurde Wendelin Wiedeking als neuer Vorstandsvorsitzender benannt und führte eine runderneuerte 11er-Generation ein, den Porsche 996, der 1996 vorgestellt wurde. Diese 11er-Generation besaß zum ersten Mal einen wassergekühlten Motor und war mit einem deutlich moderneren Design ausgestattet, welches jedoch nicht allen Kunden zusagte und mitunter sehr heftige Kritik ertragen musste. Zeitgleich wurde auch ein neues Einstiegsmodell vorgestellt, der Porsche Boxster, welcher 2004 durch den Porsche Cayman ergänzt wurde.

Außerdem trieb Wiedeking die Firma Porsche auch in wirtschaftlicher Hinsicht wieder nach vorne und nahm sich die Übernahme des deutlich größeren Volkswagen-Konzerns vor. Diese geplante Übernahme wurde im Zuge der Finanzkrise jedoch verhindert und Porsche musste seinerseits von Volkswagen gerettet werden. So wird Porsche langsam aber stetig als zehnte Marke in den Volkswagen-Konzern eingegliedert.

Heute bietet Porsche fünf verschiedene Fahrzeugmodelle an: Als Einstiegsmodell den Porsche Boxster in der zweiten Generation, der als normaler Boxster und in der sportlicheren S-Version erhältlich ist, ebenso wie auch der Porsche Cayman, der praktisch das Coupe des Boxsters darstellt. Außerdem bietet Porsche zwei eher unübliche Fahrzeuge an: Den Porsche Cayenne, einen sportlichen Geländewagen und den Porsche Panamera, ein viersitziges Coupe. Auch der Porsche 911 wird weiterhin in der mittlerweile sechsten Generation unter der internen Bezeichnung Porsche 997/II produziert.

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