Das Ritz in Paris - eine Legende

Das Hôtel Ritz in Paris ist eine Legende. 1898 durch César Ritz, einem Schweizer, gegründet, wurde das noble Hotel schon bald mit Berühmtheiten wie Marcel Proust, Ernest Hemingway oder Rudolpho Valentino verbunden. Auch Coco Chanel verbrachte 40 Jahre ihres Lebens in einer Suite im „Ritz“, wie das Haus schon bald genannt wurde.
Hotel Ritz Paris

César Ritz erfüllte sich mit dem Hotel einen lange gehegten Traum, nachdem er viele Jahre Erfahrungen in den großen Luxushotels Europas gesammelt hatte. Das Haus sollte den Inbegriff von Reichtum und Lebensart darstellen und andere Hotels übertreffen.

Als es um die Jahrhundertwende gebaut wurde, war die Zeit des Art Nouveau, die das Aussehen des Gebäudes prägte. Bei seiner Einweihung war das Ritz vorbildlich und als erstes Hotel mit elektrischem Strom versorgt. In den so genannten Herren-Zimmern gab es sogar Telefon und ein zusätzliches Licht. Alle Bereiche des Interieurs waren auf Komfort und Luxus ausgelegt und in der Küche glänzte der legendäre Auguste Escoffier mit seinen Kochkünsten. Seine Lage am Place Vendôme, in dem teuren Dreick zwischen Louvre, Garnier-Oper und Eiffelturm, ist zentral und Einkaufsmöglichkeiten und kulturelle Höhepunkte sind nur wenige Schritte entfernt.

Die 106 Zimmer und 55 Suiten sind hochwertig mit Kabel TV, einer Minibar, einem Haartrockner und Internetanschluss ausgestattet. Um das Hotel ranken sich bis heute viele Geschichten aufgrund der vielen Berühmtheiten, die im Laufe der Jahrzehnte hier abgestiegen sind. So soll Coco Chanel während des zweiten Weltkriegs im Alter von 60 Jahren hier eine Affäre mit einem 13 Jahre jüngeren deutschen Botschaftsattaché gehabt haben und sogar noch versucht haben, zwischen Deutschland und England Frieden zu stiften.

Auch der Schriftsteller Ernest Hemingway wohnte mehrere Jahre ununterbrochen im Ritz und gehörte hier zu einem Kreis amerikanischer Literaten. Nach dem Nobelpreisträger ist heute noch die Hotel-Bar benannt, an dessen Tresen er so manche Stunde verbrachte, und bei der man als einziger Bar Mitglied werden kann. Als junger unbekannter Journalist wurde Hemingway hier von dem Schriftsteller F. Scott Fitzgerald zu einem Drink eingeladen.

Noch heute trifft sich an warmen Tagen die Haute-Volée, um im Garten des Ritz einen Tee oder einen Cocktail zu genießen. Auch der vielleicht eleganteste Innen-Swimmingpool von Paris ist im Ritz zu bestaunen und wer das nötige Kleingeld dafür hat, nippt an einem Drink in der Hemingway-Bar.

Seit 1979 gehört das Hotel dem Ägypter Mohamed Al Fayed, ehemaliger Besitzer des Kaufhauses Harrods in London. Al Fayed hat das Haus, das er noch aus Kindertagen kannte, wieder zu einem profitablen Geschäft gemacht. Insgesamt mehr 250 Millionen Dollar investierte er in die Renovierung und den Umbau des Gebäudes mit seinem historisch-nostalgisch anmutenden Charme. Wer gerne einmal an einem geschichtsträchtigen und luxuriösen Ort übernachten möchte, ist also im Ritz in bester Gesellschaft. Für die Suite von Coco Chanel muss man dabei aber etwas tiefer in die Tasche greifen. Die Räume mit 155 Quadratmetern bieten zwar neben dem historischen Flair moderne Annehmlichkeiten wie Internet, Hamman-Dusche und Whirlpool, die Nacht kostet aber mehr als 7.700 Euro.

 

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