Der neue 911er von Porsche: Tradition und Moderne seit 1963

Pünktlich zum Beginn des zweiten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts präsentieren die weltberühmten schwäbischen Sportwagentüftler aus Stuttgart-Zuffenhausen in Kürze auf der 64. Internationalen Automobilausstellung vom 15. Bis zum 25. September in Frankfurt am Main mit dem Porsche 991 die Neuauflage ihres mittlerweile schon fast mythisch zu nennenden 911er, der 1963 erstmals stolz der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde.  Seitdem hat der „Neunelfer“ mit seinen bislang sieben Nachfolger- und weiteren Nebenmodellen bei Ausstattung, Design und Leistung wegweisende Maßstäbe im Bereich Sport- und Rennwagenkonstruktion gesetzt.
Porsche 911 - Quelle: porsche.de

Äußerlich fällt Kennern und Liebhabern der Marke mit dem Hengst im Logo beim neuen 991 zunächst einmal der um 100 Millimeter verlängerte Radstand auf, der sowohl für mehr Fahrdynamik und Sitzfläche im Fond sorgen, aber auch den Absatz auf dem US-Markt gemäß dessen diesbezüglichen strengeren Zulassungsvorschriften ankurbeln soll. Im Zuge dieses Liftings erfolgte auch eine Reduktion der Fahrzeughöhe auf 1,29 Meter, was dem 991 zusammen mit der größeren Länge von 4,49 wie auch Breite von 1,87 Metern eine noch schnittigere und sportlichere Form verleiht. Durch den gestiegenen Aluminiumanteil hat der 991er auch abgespeckt, und zwar beachtliche 45 Kilogramm. Erfahrene Beobachter erkennen in der Rückansicht tendenzielle Ähnlichkeiten zu den Produkten aus dem Haus Aston Martin.

 

Eine Rückbesinnung auf frühere Zeiten gab es hingegen bei der Anbringung der Außenspiegel, die jetzt wieder an der Türbrüstung angebracht sind, und nicht mehr wie bei den Vorgängern 996 und 997 im Fensterdreieck. Keine Änderung gab es hingegen bei den klassisch überwölbten Kotflügeln, und auch der ausfahrbare Heckspoiler gibt sich nach wie vor die Ehre, wenn auch etwas breiter und variabler als bislang. Im neuen und schmaleren Gewand erscheinen allerdings die Rückleuchten. Im Wageninneren und Cockpit betrachten Porsche-Piloten auch in Zukunft die insgesamt 5 kreisförmigen Anzeigen, vier davon analog, eine digital. Drehzahlmesser und Zündschloss findet man zuverlässig in vertrauter Position mittig bzw. links vom Lenkrad. Die Mittelkonsole steigt nun nach vorne an, was den Schalthebel natürlich auch etwas höher rücken lässt. Offensichtlich ließ man sich bei der Gestaltung hier etwas vom Panamera und Cayenne inspirieren.

 

Ein neuer 3,4-Liter-Sechszylinder-Boxer-Motor im 911 Carrera leistet nun 350 PS bei 6.400/min. und erreicht ein maximales Drehmoment von 380 Nm, die 3,8-Liter-Variante im Carrera S gar 400 PS bei 7.000/min und 440 Nm bei 5.600/min. Hervorzuheben ist das neue manuelle Siebengang-Getriebe und das optionale Doppelkupplungsgetriebe mit ebenfalls sieben Gängen. Nach Angaben von Porsche wirkt sich diese Leistungssteigerung jedoch nicht negativ auf den Verbrauch aus, der zwischen 8,2 bzw. 8,7 Litern liegen soll. Thermomanagement, Bremsenergierekuperation und eine Segel-Funktion beim Doppelkupplungsgetriebe sorgen demnach für diese relative Sparsamkeit.

Die Spitzengeschwindigkeit beträgt beim Carrera S 302 Km/h, seine Beschleunigung von Null auf Hundert erfolgt in 4,3 Sekunden. (Beim Carrera mit PDK in 4,6). Auf Wunsch und gegen Aufpreis kann auch die neue Wankstabilisierung mit erworben werden.

 

Während der ab dem 3. Dezember erhältliche 991 in der 911 Carrera-Version mit gut 88 000 Euro zu Buche schlägt, muss man für die Carrera S-Version schon leicht über 100 000 Euro berappen.

 

 

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